Münchwilen

Die Feuerwehr ist auf Brautschau: Statt Stein flirtet man jetzt mit Eiken-Sisseln

Die Feuerwehr Münchwilen sucht einen Fusionspartner.

Die Feuerwehr Münchwilen sucht einen Fusionspartner.

Seit längerem sucht die Gemeinde eine passende Braut für ihre Feuerwehr. Erste Gespräche mit Stein sind im Sand verlaufen. Nun beginnt der Flirt mit der Feuerwehr Eiken-Sisseln.

«Das Interesse an einer Fusion ist seitens der Feuerwehr Münchwilen nach wie vor vorhanden», erklärte Gemeinderätin Sabrina Keller. Bereits 2006/07 habe es erste Gespräche mit der Feuerwehr Stein gegeben. Diese versandeten am Ende ohne klares Ergebnis. «Doch das Thema ist nach wie vor aktuell», betont Keller, «die Feuerwehr Münchwilen wird vermutlich bald von der Grössenklasse 1 in die Grössenklasse 2 umgeteilt, das zieht Investitionen nach sich.»

Zudem habe die Aargauer Gebäudeversicherung (AGV) nach der gescheiterten Fusion die Beiträge an die Feuerwehr Münchwilen gekürzt. In Gesprächen mit einem Vertreter der AGV sei nun aber ein weiterer möglicher Fusionspartner aufgetaucht: die Feuerwehr Eiken-Sisseln.

Gespräche haben stattgefunden

Erste Gespräche haben auf Ebene Gemeinderat und Feuerwehrkommission bereits stattgefunden. «Ziel ist es, umfassende Abklärungen zu treffen, auch im Kostenbereich», erklärte die Münchwiler Gemeinderätin. Doch auch Stein werde über den Stand der Dinge laufend orientiert, führte Sabrina Keller weiter aus. «Schliesslich haben wir der Feuerwehr Stein nie eine endgültige Absage erteilt und möchten eine offene Kommunikation.»

Erst kürzlich hat die Feuerwehr Münchwilen für rund 80'000 Franken ein Occasions-Tanklöschfahrzeug (TLF) angeschafft. Die Investition war nötig, da das alte Fahrzeug Mängel aufwies. Das Geld sei allerdings nicht verloren, betonte Keller, «wir können das TLF bei einer möglichen Fusion einbringen.»

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