Eiken
Die Festlegung der Industriezone stellt die Gemeinden auf die Probe

Das Sisslerfeld hat enormes Entwicklungspotenzial und ist deshalb ein Industriegebiet von kantonaler Bedeutung. Die ersten Betriebe haben sich bereits vor Jahrzehnten im Gebiet von Stein, Münchwilen, Sisseln und Eiken angesiedelt.

Walter Christen
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Inzwischen sind sie gewachsen. Aber weite Teile der Ebene sind nach wie vor unüberbaut. Deshalb kommt der Arealentwicklung Sisslerfeld eine sehr grosse Bedeutung zu.

Planungsbericht ausgearbeitet

Projektteam, Verkehrsplaner und Arbeitsgruppe haben einen umfassenden Bericht, unter anderem mit einem Mobilitätsplan, ausgearbeitet und präsentiert. Das Mitwirkungsverfahren hat dieses Jahr in Münchwilen, Sisseln und Eiken stattgefunden. Die Gemeinde Stein hat die Festlegung zur Industriezone Sisslerfeld im Rahmen ihrer Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland am 2. Dezember 2011 verabschiedet.

Und derzeit findet die öffentliche Auflage der allgemeinen Nutzungsplanung/Bau und Nutzungsordnung mit Teiländerung Sisslerfeld statt und zwar nur in Münchwilen und in Sisseln, nicht aber in Eiken.

Die neuen Arbeitsplätze

In den Gemeinden bestehen bezüglich der Zukunftsplanung im Sisslerfeld gewisse Vorstellungen. Denn die Idee von der Arbeits- und Wohnstadt Sisslerfeld (die az Aargauer Zeitung berichtete darüber) ist keine Utopie: 20 Hektaren beträgt die Fläche im Kerngebiet und 14 Hektaren umfasst die Erweiterungsfläche.

Tausende neuer Arbeitsplätze könnten entstehen und damit eine grosse Zahl von Zuzügern in den Sisslerfeld-Gemeinden Wohnsitz nehmen.

Was ist mit dem Verkehr?

Doch derart viele Arbeitsplätze bedeuten unter anderem mehr Verkehr. Ein Thema, auf das der Gemeinderat Eiken den Finger hält. Denn bereits heute befindet sich mitten im Dorf ein neuralgischer Verkehrsknoten. Die Eiker befürchten, dass sich der Verkehr nicht mehr bewältigen lässt, wenn nicht beizeiten eine Lösung der Situation herbeigeführt wird. Verständlich, dass sich der Gemeinderat wehrt.

Er tut dies vorerst, indem er dem Planerteam und den am Verfahren beteiligten Gemeinden als Ergebnis des Mitwirkungsverfahrens vorschlägt, für das weitere Teiländerungsverfahren Sisslerfeld sei unter anderem auf die Festsetzung eines Mobilitätsplanes für die Industriezone Sisslerfeld in den Bau- und Nutzungsordnungen der Gemeinden zu verzichten.

Das Industriegebiet im Sisslerfeld befindet sich, mit unterschiedlichen Anteilen, auf dem Bann der Gemeinden Stein, Münchwilen, Sisseln und Eiken. Wie aus dem nun in Münchwilen und Sisseln aufliegenden Bericht der Planer hervorgeht, liegen grosse Areale baulich brach, weil etwa trotz verschiedenen Anstrengungen eine gemeindeübergreifende Gesamtkonzeption bis im Frühjahr 2009 gar nicht verwirklicht werden konnte. Das Sisslerfeld gewinnt durch seine Einstufung als Entwicklungsschwerpunkt von kantonaler Bedeutung an Interesse.

Als Diskussionsgrundlage für ein gemeindeübergreifendes Konzept, wie es jetzt vorliegt, erarbeitete das Projektteam eine bewusst schematisch gehaltene Raumstrukturskizze. Diese wurde im Verlauf des Verfahrens sukzessive verfeinert und inhaltlich präzisiert.

Das bereinigte Raumstrukturkonzept Industrie Sisslerfeld wird von den bestehenden Hauptarealen von Novartis, Syngenta und DSM dominiert. Neu kommt ein etappierfähiges Kerngebiet mit zwei möglichen Erweiterungsarealen hinzu.

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