Rheinfelden/Kaiseraugst
Die Fasnacht bleibt in Frauenhand

Béa Bieber und Margrith Schmid sind die Oberhäupter der Fasnacht. Sie führen ihre Gesellschaften in eine Zukunft mit einigen Neuerungen.

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Doppelte Frau Fasnacht: Béa Bieber (links) und Margrith Schmid sind die Oberhäupter der Fasnacht in Rheinfelden und Kaiseraugst.

Doppelte Frau Fasnacht: Béa Bieber (links) und Margrith Schmid sind die Oberhäupter der Fasnacht in Rheinfelden und Kaiseraugst.

Die Fasnacht 2016 ist bereits wieder Geschichte. Sowohl in Kaiseraugst als auch in Rheinfelden blicken die Narren auf eine sehr gelungene Narrensaison zurück. Margrith Schmid, Obfrau des Kaiseraugster Fasnachtscomités, und Béa Bieber, Präsidentin der Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden, freuen sich beide, dass die intensive Arbeit zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Fasnachtsbrauchtums in ihren Gemeinden auf fruchtbaren Boden fällt.

Fasnacht wurde erweitert

In Kaiseraugst fand der offizielle Auftakt zum zweiten Mal am dritten Faissen statt, mit der Übernahme des Zepters vom Gemeinderat. Vor, während und nach dem kleinen, aber sehr farbigen, lebendigen und fröhlichen Fasnachtsumzug am darauffolgenden Samstag war der Schulhausplatz das Zentrum des Geschehens, mit etlichen Beizli und Konzerten der teilnehmenden Musikformationen.

Diese Bereicherung wird sowohl von den aktiven als auch den passiven Fasnächtlern geschätzt und bildet keinerlei Konkurrenz zur traditionellen Beizenfasnacht in den Gastwirtschaften im Dorf. Mit dem «Fasnachtsfüür» auf dem Rhein und dem «Schiibeschiesse» hat die Kaiseraugster Fasnacht wie üblich am Aschermittwoch ihren traditionellen Abschluss gefunden.

Neues Zentrum in Rheinfelden

In Rheinfelden wurde das Festzentrum der närrischen vier Tage erstmals in diesem Jahr auf den Zähringerplatz verlegt, dies mit grossem Erfolg. Frau Fasnacht hing über der Festbühne und verfolgte aus nächster Nähe die Eröffnung, das Kleinformationentreffen, die Kinderfasnacht und das Guggenkonzert.

«Das neue Konzept überzeugte; wir werden es optimieren und weiterentwickeln, weiterhin Tradition und Innovation miteinander verbinden», fasste Béa Bieber zusammen. Die Aktiven freuten sich, dass auch in diesem Jahr rund 40 Gastgruppen die Zähringerstadt zur Fasnacht besucht haben. «Es macht enorm Freude, jedes Jahr so viele Aktive friedlich und ausgelassen gemeinsam feiern zu sehen, im Fasnachtsdorf und in unseren Fasnachtsbeizen», so Bieber.

Regionaler Austausch

Seit geraumer Zeit, iniziiert durch die Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden, treffen sich die Narrenverantwortlichen der Gemeinden Möhlin, Kaiseraugst und Rheinfelden in lockeren Abständen zum Gedankenaustausch. Man unterstützt sich gegenseitig, besucht sich wo möglich an Fasnachtsanlässen und organisiert gegenseitig Gastgruppen für Umzüge. So war Margrith Schmid auch dieses Jahr wiederum zum grenzüberschreitenden Umzug beider Rheinfelden mit einer Delegation ihres Comités eingeladen und Béa Bieber besuchte die Fotzelschnitte in Kaiseraugst. (az)

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