Laufenburg

Die fantastische Welt der Mutigen

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Kindergärten, Primarschule und Stadtmusik brachten gemeinsam ein Musical auf die Bühne

Eine grandiose Inszenierung, Begeisterung pur, allerbeste Spiellaune, schöne Musik von Allegro über Moderato bis hin zu Rap und Swing, mitreissende Tänze sowie fantasievolle Schattenspiele erlebten die Besucher in der Laufenburger Stadthalle anlässlich der Aufführung des Musical «Mutig».

Es ist eine Gemeinschaftsproduktion der Primarschule, dreier Kindergärten und der Stadtmusik, insgesamt sind 200 Kinder und Erwachsene dabei. Das Buch dazu schrieb Daniel Jeseneg, Klassenlehrer an der Primarschule. In seinen Händen liegt auch die Regie. Martin Burgunder, Dirigent der Laufenburger Stadtmusik, sorgt im Musical mit seinem Orchester für den richtigen Ton.

Seit dem Frühjahr studierten die Lehrpersonen mit den Kindern Schauspiel und Tänze ein, entwarfen zusammen das Bühnenbild, gestalteten und nähten die herrlich farbenprächtigen Kostüme, probten immer und immer wieder die Lieder und Soli und waren verantwortlich für Technik, Werbung, Finanzen und Bewirtschaftung. Ein Gemeinschaftswerk der ganz besonderen Art, bei dem alle einen Riesenspass hatten.

Der König wird entführt

Das Publikum wird in die fantastische Welt der Mutigen entführt, märchenhaft sanft zu Beginn die Musik. Pantomimisch bewegte sich die Dienerschaft am Hofe des Königs, vorbereitet wird das Geburtstagsfest für seine Majestät. Doch der Herrscher ist krank, sehr sogar. Und Gustav, seines Zeichens Oberdiener, schimpft lautstark nicht nur mit dem dummen Personal, sondern auch mit den unfähigen Ärzten, die mit ihren abenteuerlichen Tinkturen und Leibesübungen Seine Durchlaucht nicht gesunden konnten. Wenig beeindruckt von diesem Donnerwetter verabschieden sie sich singend und rappend, die Allerkleinsten schmetterten dazu ihre Lieder und Tänzerinnen wirbelten über die Bühne.

Es wird Nacht, das Dienstpersonal schnarcht erschöpft vor sich hin. Auf leisen Sohlen schleicht die etwas wilde Truppe der Mutigen beim Diebeszug durch den Palast, den Einbruch-Rap trällernd. Doch den König plagt es mächtig im Gedärm, ohrenbetäubend verrichtet er sein Geschäft auf der Toilette. Kurzerhand nehmen ihn die Mutigen als Geisel. An einen Marterpfahl gebunden, zetert er gar nicht kniggegerecht, doch dann beginnt ein grundlegender Sinneswandel. Majestät möchte auch ein Mutiger werden. Weil er findet, er sei genial und passe gut zur Räuberbande. Unter Beweis stellt er das, indem er bei unheimlicher Geistermusik seine eigene Krone klaut.

Wunderbar der kleine, witzige König, der per Postpaket doch noch auf seinem Fest erscheint und im Solo verkündet: «Hab mich verändert». Der Aufenthalt bei den Mutigen habe ihn gesund und glücklich gemacht. Seinen Bediensteten teilt er mit, dass sie überhaupt keine Befehle zum Leben brauchen, sondern selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihren Weg finden können. Umwerfend die Begeisterung auf, neben und vor der Bühne beim Schlusslied «Vergiss es nie, es macht Spass».

Weitere Vorstellungen in der Stadthalle Laufenburg: Samstag, 26. November, 16 und 19 Uhr

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