Zeihen

Die ersten Christbäume sind verkauft – die Nordmanntanne ist beliebt, die Blautanne zu stachelig

Ersparen den Einsatz von Herbiziden und Mäharbeiten: die Shropshire-Schafe von Förster Rolf Treier.

Ersparen den Einsatz von Herbiziden und Mäharbeiten: die Shropshire-Schafe von Förster Rolf Treier.

Der Werkhof in Zeihen hat mit dem Weihnachtsbaum-Verkauf begonnen. Zur Plantagen-Pflege werden Schafe eingesetzt.

Er ist zu Weihnachten in vielen Wohnzimmern der Blickfang: der Tannenbaum. Während es für viele noch etwas zu früh ist, sich auf die Suche nach dem schönsten Tannenbaum zu machen, hat Rolf Treier, Leiter des Forstbetriebs Homberg-Schenkenberg, schon die ersten Weihnachtsbäume am Forstwerkhof in Zeihen verkauft. «Etwa 80 Prozent unserer Kunden kaufen sich eine Nordmannstanne», sagt Treier.

Dass seit Jahren die Nordmannstanne der unangefochtene Star unter den Weihnachtsbäumen ist, bestätigt auch Jeremias Boss, Leiter des Forstbetriebs Wölflinswil-Herznach-Oberhof-Ueken. «Sie sind wegen ihrer weichen Nadel, die oftmals in einem satten dunkelgrün erscheinen und wegen ihrer Beständigkeit sehr gefragt», sagt er.

So baut der Forstbetrieb auf der Kreuzmatt-Plantage auf einer Fläche von rund 7500 Quadratmetern denn auch nur Nordmannstannen an.

Wie eine Nordmannstanne beschaffen sein muss, damit sie an den Verkaufs-Samstagen vom 14. und 21. Dezember eingenetzt wird, sei eine sehr individuelle Sache, sagt Boss. So sei Asynchronität des Geästs kein Ausschlusskriterium.

«So manch einer achtet drauf, dass der Baum auf einer Seite relativ kahl ist, wenn er diesen an eine Wand stellen will.» Wichtig für viele sei auch, dass das Geäst nicht zu dicht ist. Schliesslich bräuchten die Christbaumkugeln und Strohengel Platz, um am Tannengrün hängend ihre Wirkung zu entfalten.

Etwas weniger beliebt bei den Kunden sei die Blautanne aufgrund ihrer stark stechenden Nadeln, sagt Boss. «Wer Angst davor hat, dass seine Katze den Schmuck herunterholt, für den ist die Blautanne eine gute Wahl, um dies zu verhindern», sagt Boss mit einem Augenzwinkern.

Um sich die Mäharbeiten zu ersparen und um auf Herbizide zu verzichten, hält Treier sogenannte Shropshire-Schafe. «Sie fressen das Grass zwischen den Tannen, jedoch nicht die Tannen selbst», so Treier.

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Autor

Dennis Kalt

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