Wittnau
Die ersten 18 Wohnungen sind 2016 bezugsbereit

11 Millionen Franken kostet die kleine geplante Siedlung der Wohnbaugenossenschaft in Wittnau. Die Bauarbeiten für die erste Etappe mit 18 Wohnungen sollen noch in diesem Jahr starten.

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Das ist die erste Etappe der Wohnbaugenossenschaft Wittnau mit zwei Häusern: Wohnraum für Generationen. Visualisierung: Birri Architekten AG, Stein

Das ist die erste Etappe der Wohnbaugenossenschaft Wittnau mit zwei Häusern: Wohnraum für Generationen. Visualisierung: Birri Architekten AG, Stein

Die Wohnbaugenossenschaft Wittnau ist ihrem Ziel einen grossen Schritt näher gekommen. An der Generalversammlung stimmten 54 Genossenschafter dem Planungskredit von 260 000 Franken für die erste Etappe zu. Dem genossenschaftlichen Wohnen in Wittnau steht somit nichts mehr im Wege.

Kapital 2,7 Millionen Franken

Rolf Speiser, Präsident der Wohnbaugenossenschaft (WBG) Wittnau, wies darauf hin, dass dank der breiten Unterstützung aus der Bevölkerung das Minimalziel der Eigenfinanzierung bereits übertroffen werden konnte. Gegenwärtig beträgt das Genossenschaftskapital 2,7 Millionen Franken, «aber es braucht noch mehr Geld», betonte er. «Es können weiterhin Anteilscheine gezeichnet werden. Ziel der Genossenschaft ist es, das Projekt mit möglichst viel Eigenkapital zu realisieren.»

Die Kosten der gesamten Überbauung wurden auf rund 11 Millionen Franken beziffert, davon 8,2 Millionen Franken für die erste Etappe.

Vorerst 18 Wohnungen

In der ersten Etappe will die WBG im Dorfzentrum – zwischen der Kirchmattstrasse und dem Oberen Kirchweg – zwei Häuser mit 18 Generationen-Wohnungen erstellen, dazu eine Tiefgarage mit 28 Plätzen sowie 9 oberirdischen Besucherparkplätzen.

Architekt René Birri aus Stein stellte das überarbeitete Siegerprojekt seines Büros, das aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangen ist, im Detail vor: «Die Wohnungen werden nach den neusten Erkenntnissen der Energietechnik erstellt und werden einen sehr kleinen Fremdenergiebedarf von lediglich einem bis zwei Kilowatt ausweisen. Es wird geprüft, ob ein Anschluss an die Holzschnitzelheizung der Gemeinde möglich ist.» Das Wohnklima wird durch die Verwendung von Holz im Ausbau unterstützt. René Birris Sohn, Architekt Patrick Birri, erläuterte die transparente Erschliessung des Grundstücks mit Begegnungszone.

Bis Mitte Jahr soll das Baugesuch für die gesamte Überbauung eingereicht werden. Mit dem Baubeginn für die erste Etappe wird in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Die Wohnungen sollen Ende 2016 bezugsbereit sein.

Sonja Mathis-Müller, Gipf-Oberfrick, wurde als Kassierin gewählt. Sie ersetzt Florian Steffen, Gründungsmitglied der Wohnbaugenossenschaft. Als Präsident der Baukommission wählte die Versammlung Stephan Schmid. (chr)