Festes Schuhwerk und Kondition – wer dies besitzt, ist für die Fricktaler Wanderwege gerüstet. Der Aufstieg in das steile Terrain lohnt sich. In der Höhe bietet sich der Blick auf die Fricktaler Landschafsjuwelen aus Hügelzügen des Ketten- und Tafeljura, Kirschbäumen, Magerwiesen, Rebbergen und Buchen- und Föhrenwäldern. Die AZ ist auf Wanderschaft gegangen und zeigt fünf der schönsten Aussichtspunkte im Fricktal.

Knapp unterhalb der Bergspitze des Zeiher Hombergs, 782 Meter, kommt beim Blick ins obere Fricktal auch noch im November eine goldene Herbstimmung auf. Bei klarem Wetter sind in der Ferne die Vogesen sichtbar. Die Bergspitze wird von Deltaseglern genutzt, die oftmals in Oberzeihen landen. Deshalb steht dort ein Mast mit einem Windsack. Der Homberg ist gleichzeitig der Endpunkt des Fricktaler Eisenwegs – einer im Jahr 2005 etablierten Wanderroute zur Dokumentation des Eisenabbaus zwischen Wölflinswil und Zeihen.

Der Blick reicht bis zu den Alpen

Über die Ampfernhöhe zwischen Sulz und Mönthal oder vom Bürensteig zwischen Gansingen und Remigen kommt man zum knapp 700 Meter hoch gelegenen Cheisacherturm in Gansingen. Von der obersten Plattform des 24 Meter hohen Turms bietet sich ein Panorama-Blick auf den Jura, die Alpen und den nahegelegenen Schwarzwald. Der Cheisacherturm ist zudem selbst ein Blick Wert. Der 2010 erbaute Holzturm ist das Ergebnis einer interdisziplinären Arbeit an der Berner Fachhochschule für Architektur, Bau und Holz. 2012 ist der Cheisacherturm für den Einsatz von Holz in Bauwerken mit dem «Prix Lignum» ausgezeichnet worden.

Über den Perimuk-Wanderweg vorbei am Waldhaus Wölflinswil gelangt man auf die Höhen der Strihe. Vom Aussichtspunkt Asper Strihe geniesst man in nordwestlicher Richtung den Blick über Oberhof und Wölflinswil über Basel bis hin zu den Vogesen. Mit seinen 867 Metern Höhe handelt es sich bei der Strihe um den höchsten vollständig im Kanton Aargau liegenden Berg. Der höchste Punkt des Kantons befindet sich mit 908 Meter auf der Geissflue.

99 Treppenstufen bis nach oben

Vom «Chlei Sunnenberg» gelangt man in etwa einer halben Stunde zum Sonnenbergturm, der auf der Grenze zwischen Möhlin und Maisprach auf einer Höhe von 632 Metern liegt. Der im Jahre 1913 aus Jurasandstein erstellte Turm ist etwa 21 Meter hoch. 99 hölzerne Treppenstufen führen zur überdachten Aussichtsplattform. Vom Turm aus bietet sich eine Rundumsicht vom Schwarzwald bis zu den Alpen.

Am Fusse des Tiersteinbergs – knapp unterhalb der Waldhütte in Gipf-Oberfrick – reicht der Blick über eine kirschbaumreiche Landschaft und über die Gemeinden Gipf-Oberfrick und Frick bis zum Gipfel des Frickbergs. Unmittelbar bei der Waldhütte liegt die Burg-Ruine Alt-Tierstein auf einer Höhe von 619 Metern. Die Burg wurde vom 11. bis ins 15. Jahrhundert von den Thiersteiner bewohnt, die anschliessend ihren Stammsitz nach Büsserach auf die Burg Neu-Thierstein verlegten. Der Gipfel des Tiersteinbergs liegt auf einer Höhe von 749 Metern.