Frick

Die Deponie Seckenberg soll wachsen

Die Deponie Seckenberg ist voraussichtlich in fünf Jahren voll. Nun plant der GAOF eine Erweiterung gegen Norden.

Die Deponie Seckenberg ist voraussichtlich in fünf Jahren voll. Nun plant der GAOF eine Erweiterung gegen Norden.

Der Gemeindeverband Abfallbeseitigung Oberes Fricktal will eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben.

Die Deponie Seckenberg kommt langsam, aber sicher an ihre Kapazitätsgrenzen. Im Juli dieses Jahres wurde die Deponie vermessen. Bleiben die Anliefermengen gleich, werden die beiden Kompartimente der Deponie – «Schlacken» und «Biomasse» – bis in zirka fünf Jahren verfüllt sein. Dies geht aus den Traktanden für die Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands Abfallbeseitigung Oberes Fricktal (GAOF) vom 8. November hervor.

Der GAOF-Vorstand macht sich deswegen Gedanken über die Zukunft und beantragt, fachliche Abklärungen des Potenzials einer Erweiterung der Deponie in Auftrag zu geben. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie sind im Budget für das Jahr 2018 eingestellt und belaufen sich auf 72 000 Franken. Darin sei auch eine unabhängige Expertise zur Wirtschaftlichkeit und zu den Gewinnaussichten enthalten, heisst es im Bericht zum Traktandum.

Zehn Hektaren Landreserve

Im Auge haben die GAOF-Verantwortlichen dabei eine rund zehn Hektaren grosse Fläche nördlich der bestehenden Deponie. Diese ist bereits im Besitz des GAOF und «im Richtplan sowie im Nutzungsplan des Kantons Aargau und im Kulturlandplan der Gemeinde Frick als erweiterte Deponiezone eingetragen», wie GAOF-Präsident Daniel Suter sagt. Mit der Machbarkeitsstudie sollen die wirtschaftlichen, organisatorischen und technischen Randbedingungen aufgezeigt werden. «Damit wird eine Entscheidungsgrundlage für die Abgeordnetenversammlung erarbeitet, welche die zukünftige Entwicklung der Deponie aufzeigen soll», so Suter.

Zum jetzigen Zeitpunkt betreibt der GAOF ein Schlackenkompartiment sowie ein Reaktorkompartiment. Die Wahl des künftigen Typus und die mögliche Nutzungsdauer einer zukünftigen Deponie soll die Machbarkeitsstudie gemäss Suter ebenfalls aufzeigen. Die umfassenden Abklärungen und der Prozess der Entscheidungsfindung werde den GAOF sicher im 2018 beschäftigen. «Ich rechne damit, dass wir frühestens an der Abgeordnetenversammlung im Jahr 2019 einen Grundsatzentscheid beantragen können», so der GAOF-Präsident.

Da der GAOF mit dem Betrieb der Deponie mittelfristig alle erforderlichen Rückstellungen getätigt haben wird, hat der Vorstand überdies die Möglichkeit geprüft, einen Anteil allfälliger Mehrerträge aus dem Betrieb den Verbandsgemeinden in Form einer Gewinnausschüttung auszubezahlen. Damit dies möglich ist, müssen die Bereiche «Abfuhr und Entsorgung» und «Betrieb Deponie» buchhalterisch strikt getrennt werden. In den überarbeiteten Satzungen, über die die Versammlung abstimmt, wird diesem Umstand Rechnung getragen. «Die Möglichkeit einer Gewinnausschüttung an die Verbandsgemeinden ist aus Sicht des Vorstands eine Grundvoraussetzung für eine Erweiterung», sagt Suter. Er betont, dass der GAOF als Abfallverband prinzipiell keine Verpflichtung habe, eine Deponie zu betreiben. «Es ist jedoch kein Geheimnis, dass ein Bedürfnis an Deponievolumen besteht.»

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