Das Wohnbauprojekt in der Nähe des Rheinfelder Bahnhofs stösst auf Gegenwehr. Insgesamt haben über 100 Personen elf Einsprachen unterschrieben, wie die «Basler Zeitung» schreibt. Dabei handelt es sich primär um Unterschriften von Anrainern des Grundstücks. Sie beklagen sich darüber, dass durch den Neubau die Aussicht und der Schattenwurf zu ihren Ungunsten verändert wird. Für ein paar der «Densa-Nachbarn» fiele die freie Sicht auf das «Feldschlösschen» dem Bau zum Opfer.

Bisher wird das rund 16 000 Quadratmeter grosse Areal vom Verpackungshersteller Densa AG genutzt. Da die Firma im Frühling ihr neues Werk in Eiken beziehen wird (siehe Box), steht das Land nun für eine Umnutzung bereit. Die FR Immobilien AG ist die Grundeigentümerin und plant, dort eine Kombination aus Wohn- und Gewerbefläche entstehen zu lassen. Projektiert sind 155 Wohnungen und knapp 3000 Quadratmeter für stilles Gewerbe. Für den Bau wurden über 50 Millionen Franken budgetiert.

«Bedeutend für Rheinfelden»

Das sind selbst für eine Stadt wie Rheinfelden «bedeutende Dimensionen», wie der Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin sagt. Die Einwände der Anwohner überraschen ihn kaum. «Das Areal befindet sich mitten in der Stadt und grenzt an Wohnquartiere. Mit Einsprachen war zu rechnen», sagt er. «Es wurden zahlreiche Punkte eingewendet, die sich unter anderem in die Themen Beschattung, Volumetrie und Verkehrserschliessung aufteilen lassen.» Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, kann er keine näheren Angaben zu den einzelnen Einwendungen machen.

Für mehr Überraschung sorgte die Gegenwehr bei Stefanie Weller, der Verwaltungsrätin von FR Immobilien. Die Nutzung des Areals durch die Densa AG sei bekannterweise nur eine Zwischennutzung gewesen. «Die Stadt wie auch wir wollten nicht, dass wir ewig mit dem Betrieb hier sind, sondern das Gelände einer anderen Entwicklung zuführen», sagte sie gegenüber der «Basler Zeitung». Wellers Stellungnahme zu den elf Einwänden liegt nun der Gemeinde vor.