Möhlin
Die Dampflok fährt durch den Fricktaler Grand Canyon

Ein ganz besonderes Schauspiel bot sich über das Wochenende den Eisenbahnfans – eine US-Bahnanlage in einem Möhliner Garten: Karl und Manuela Eiermann konnten über 300 Eisenbahnbegeisterten an den beiden Fahrtagen eine grosse Freude bereiten.

Walter Christen
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Karl Eiermann, der Erbauer der Canyon-Gartenbahn in Möhlin. – Foto: chr

Karl Eiermann, der Erbauer der Canyon-Gartenbahn in Möhlin. – Foto: chr

Das 7. Gartenbahnfest im «Grand Canyon of Möhlin» bestand die Möglichkeit zur freien Besichtigung der US-Eisenbahnanlage in der Spurgrösse 1 (Massstab 1:22,5). Rund 230 Meter beträgt die Schienenstrecke, die beim Haus an der Delligrabenstrasse in Möhlin aufgebaut ist. Bis zu sechs Züge fahren auf der imposanten Anlage.

Viele Modelle und Häuser bilden die Miniaturlandschaft
11 Bilder
Viele Details bereichern die Anlage
Szenerie aus den USA von einst
Männer bei der Arbeit
Themenbereich auf der Gartenbahnanlage
Hier wird die Torte mit der Bahn transportiert
Die Dampflok Big Boy
Ein Stück Bahn mit Oberleitung
Die Canyon-Landschaft ist mit 12 Tonnen rotem Gestein gestaltet
Bimmelbahn im Grand Canyon of Möhlin
Amerikanischer Holzfällerzug

Viele Modelle und Häuser bilden die Miniaturlandschaft

Walter Christen

Gerne liess sich das Publikum in die Mitte des vorigen Jahrhunderts zurückversetzen, wo auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, im ehemaligen Wilden Westen, alles noch ein wenig gemächlicher zu und her ging. Die Fans aus nah und fern konnten sich kaum sattsehen und beobachteten die verschiedenen Züge und die detailgetreu aufgebaute Landschaft mit ihren Häusern, Pueblos, Indianern, Siedlern und Kakteen – alles von Karl Eiermann in unzähligen Stunden um einen Canyon herum gebaut.

Man tauchte ein in die abwechslungsreich gestaltete Miniatur-Landschaft und erlebte so einen kleinen Ausflug durch die Rockys. Karl Eiermann ist besonders stolz auf die Pueblos, die er mit Ton selber modelliert und im Ofen gebrannt hat. «Diese kleinen Häuschen verleihen der ganzen Szenerie eine besondere Note», findet der Konstrukteur, der während zweier Tage unermüdlich Auskunft erteilte und die vielen Fragen der angereisten Eisenbahnfans beantwortete.

Zum diesjährigen Event waren die galoppierenden Gänse («Galloping Goose») ein prägendes Ausstellungsthema. Diese Gänse, bei denen es sich um umgebaute Strassenfahrzeuge handelt, fuhren bei der Bahngesellschaft «Rio Grande Southern» in den Rockys von Colorado, wo sie zum Teil heute noch verkehren. Karl Eiermann war selber schon dort, hat ein Fotoalbum angelegt und er besitzt auch Modelle dieser Vehikel, die er auf einem separaten Schienenkreis fahren lässt.