Herznach

Die Brandruine der Spyk Bänder AG soll im November abgerissen werden

Bei der Spyk Bänder AG finden Bohrungen statt, um herauszufinden, ob man eine Grundwasserheizung installieren kann. Mit dieser will Co-Geschäftsleiter Rainer van Spyk Energiekosten sparen.

Gegen den Neubau der Firma hat es keine Einsprachen gegeben. Es soll der letzte Winter im Container werden.

Vor etwas mehr als einem Jahr ereignete sich bei der Spyk Bänder AG in Herznach eine Tragödie: Beim Grossbrand, bei dem eine Angestellte das Feuer legte, um sich das Leben zu nehmen, entstand ein Sachschaden von rund zwei Millionen Franken im Gebäude.

Schon kurze Zeit danach rappelte sich die Bänderfabrik wieder auf, fing an zu produzieren und bezog mit dem Verkaufs- und Administrationspersonal einen doppelstöckigen Container-Bau (die AZ berichtete).

Mittlerweile lag das Baugesuch für den Neubau auf. Einsprachen gab es keine, sagt Co-Geschäftsleiter Rainer van Spyk. «Wir sind froh, dass es keine Verzögerungen aufgrund von Einwendungen gibt.» Geplant ist, dass im November der Abriss der Brandruine beginnt.

Zuvor müsse jedoch im intakten Gebäudetrakt eine provisorische Wand hochgezogen werden, damit die Angestellten nach dem Abriss der Brandruine nicht ins Freie blickten, so van Spyk. Zudem kläre man derzeit mit Bohrungen ab, ob man eine Grundwasserheizung bauen könne, um Energiekosten zu sparen.

Während die Bänderfabrik von der Aargauischen Gebäudeversicherung eine Schadenszahlung von 2,4 Millionen Franken zugesprochen bekam, dürften sich die Investitionen für den Neubau auf das Doppelte belaufen.

«Dieser Betrag ist sicher keiner, den man einfach aus dem Ärmel schüttelt», sagt van Spyk. Doch nach dem Komplett-Abriss der Brandruine und dem fünfgeschossigen Aufbau ergeben sich auch Möglichkeiten, für Einsparungen auf der Kostenseite.

«Geplant ist, dass nach der Fertigstellung die Zweigniederlassung in Zofingen mit zehn Vollzeitstellen geschlossen wird und die dortigen Mitarbeiter im Neubau in Herznach beschäftigt werden.

Van Spyk rechnet damit, dass man zum Herbstende 2020 den Neubau beziehen könne, sofern alles glatt läuft. «Es wäre wünschenswert, wenn wir nur noch einen Winter in den Containern verbringen müssten.»

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Autor

Dennis Kalt

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