Rheinfelden

Die Bierliebhaber rollen die Bierfässer auch bei schlechtem Wetter

Am Tag des Bieres bot die Brauerei Feldschlösschen viel Abwechslung. Die Historie des Bieres wurde erläutert, aussergewöhnliche Kreationen wie Pralinen mit einer cremigen Bierfüllung zum Probieren angeboten oder man durfte selber Bier zapfen.

Die Brauerei Feldschlösschen in Rheinfelden hat am Samstag, dem zweiten Tag des Bieres unter der Schirmherrschaft des Schweizer Brauereiverbandes (SBV), ihre Pforten für interessierte Besucher geöffnet. Wer jetzt an ausgiebigen Biergenuss und Volksfest-Atmosphäre denkt, der irrt gewaltig.

Geboten wurde stattdessen ein hochwertiges Programm, das die Historie des Bieres erläuterte, aussergewöhnliche Kreationen wie Pralinen mit einer cremigen Bierfüllung zum Probieren anbot. Interessierten ermöglichte es Feldschlösschen, selbst Bier zu zapfen oder unter fachkundiger Anleitung den Gerstensaft sogar selbst zu brauen.

Ausserdem gab es einen Fassrollwettbewerb, Infos zur richtigen Kombination von Bier und Essen und einen Fan-Shop.

Kutsche, Quiz und Fassrollen

Die Brauerei Feldschlösschen pflegt einerseits ihre Tradition, indem sie beispielsweise weiterhin Bier im kupferfarbenen Sudhaus ihm Jugendstil braut.

Andererseits stellt man sich auch auf die veränderten Trinkgewohnheiten der Eidgenossen ein. Bio-Bier, herb-süssliche Biermischgetränke und Wellnessdrinks ohne Alkohol für eine junge und weibliche Zielgruppe werden dem Publikum von der seit 1876 tätigen Grossbrauerei vorgestellt.

Die Neuerungen kamen offensichtlich gut an. Vor allem das Bio-Bier schien es den Besuchern offenkundig angetan zu haben. Eine Besucherin fasste ihre Begeisterung mit den Worten: «Das Bio ist eine perfekte Rechtfertigung, viel Bier zu trinken», lachend zusammen.

Prächtige Stimmung

Trotz ungünstiger Witterung mit Kälte und Regen war die Stimmung prächtig. Überraschend viele Frauen und Familien drängten sich um die Stände, beantworteten Quizfragen, probierten die Neuheiten oder schlenderten durch die Halle mit den Oldtimern.

Besonders für die Kleinen gab es die Möglichkeit, auf einer Kutsche, gezogen von zwei schweren belgischen Kaltblütern, eine kleine Runde durch Rheinfelden zu drehen. Aber auch das männliche Partypublikum wurde nicht vergessen.

Beim Bierfassrollen konnten sie sich messen, wobei es neben Kraft vor allem um Geschicklichkeit ging. Die Fässer mussten dabei durch eine S-Kurve geschoben werden. Wer an den Strohballen, die als Streckenbegrenzungen dienten, hängen blieb, bekam pro Anschlag drei Sekunden Strafe.

Manch einer musste beim Wettkampf feststellen, dass die Aufgabe einfacher aussah, als sie in Wirklichkeit war.

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