Kurzreferate, ein Podiumsgespräch und eine öffentliche Diskussion kreisten im alten Zeughaus in Laufenburg um verschiedene Philosophien, Ideen und Probleme rund um den Schutz von historischen Gebäuden. Die Veranstaltung richtete sich in erster Linie an interessierte Laien, die einen Überblick über das Thema gewinnen wollten.

Wieso stehen Gebäude oder ganze Ortsbilder unter Schutz? Wie hat sich der Umgang mit dem Bauerbe im Laufe der Zeit verändert? Welche politischen Ebenen im Bereich Denkmalschutz gibt es und welche Entscheidungen werden wo auf Basis von welchen Grundlagen getroffen? Wie findet die Umsetzung statt und wer trägt die Kosten der Baukultur? Alles Fragen, auf welche die Referenten Antworten zu geben versuchten.

Es waren dies Claus Niederberger, Architekt und Denkmalpfleger aus Oberdorf NW; Richard Buchmüller, Stadtbaumeister in Lenzburg; Stephan Schürch, Besitzer einer denkmalgeschützten Liegenschaft in der Stadt Burgdorf; Philipp Schneider von der kantonalen Denkmalpflege Aargau. Unter der Gesprächsleitung von Dorothée Huber, Kunsthistorikerin und Dozentin für Architekturgeschichte sowie von Tino Brütsch, dem Laufenburger Konzertsänger und Vorsitzenden des Kulturausschusses beider Laufenburg «die Brücke», entspann sich eine rege Diskussion.

Explizit nicht Thema des Abends waren alle individuellen, konkreten Praxisprobleme im Zusammenhang mit Bautätigkeiten und Baubehörden in Laufenburg. Die Kultur des Bauens im historischen Raum und nicht die politischen Probleme standen im Vordergrund.