Rheinfelden
Die alte «Bändeli-Fabrik» wird bald abgerissen

Rheinfelden Neue Eigentümer für das Müller-Brunner-Areal planen eine grosszügige Überbauung an markanter Stelle

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Die «Bändeli-Fabrik» verschwindet aus dem Stadtbild.

Die «Bändeli-Fabrik» verschwindet aus dem Stadtbild.

Die Firma Müller-Brunner AG hat das ehemalige Firmenareal mit der «Bändeli-Fabrik» verkauft. Die Basler Versicherungen haben das gemäss Gestaltungsplan vorgesehene Baufeld erworben. Sie planen, die aus einem Studienwettbewerb hervorgegangene Bebauung zu realisieren. Die Stadt Rheinfelden hat die Fläche des ehemaligen Stadtgrabens mit dem «Roten Haus» übernommen.

Die alte «Bändeli-Fabrik» auf dem Müller-Brunner-Areal wird abgerissen und ein grosszügiger Neubau wird erstellt. So sieht es der bewilligte Gestaltungsplan vor. Mit dem Abbruch des alten Fabrikgebäudes wird der Stadtgraben freigelegt und der ursprünglich durchgehende Freiraum von der Schifflände bis hinauf zur Bahnhofstrasse erlebbar gemacht.

Zur Kompensation und als Ersatz für die abzubrechende «Bändeli-Fabrik» wird die neue Bebauung der Hangkante auf der anderen Seite einen markanten Abschluss des Stadtgrabens im Westen und einen Auftakt zur Neustadt bilden.

Basler hat gekauft

Die Basler Versicherungen haben nun diesen westlichen Teil des Müller-Brunner-Areals gekauft. Dort wird ein Wohn- und Geschäftshaus im Minergie-Standard entstehen. Bereits vor zwei Jahren fand dazu ein Studienwettbewerb statt, den das Aarauer Büro Frei Architekten AG gewonnen hatte. Dieses Projekt möchten die Basler Versicherungen nun weiterentwickeln und im kommenden Jahr mit der Realisierung beginnen.

Die Stadt Rheinfelden hat das unter kommunalem Schutz stehende «Rote Haus» und mit ihm jene Flächen erworben, welche einst den Stadtgraben bildeten. Dort, wo heute noch die «Bändeli-Fabrik» steht, wird in Zukunft eine Grünfläche den ehemaligen Stadtgraben erlebbar machen. Unter dieser Freifläche wird die unterirdische Erweiterung des Rhein-Parkings geprüft. Für die künftige Nutzung des «Roten Hauses» bestehen verschiedene Ideen, die nun im Detail evaluiert werden.

Besondere Bedeutung für die Stadt

Nach der Schliessung der alten Rheinbrücke für den Individualverkehr wurde vor gut drei Jahren unter Mitwirkung der Bevölkerung der Entwicklungsrichtplan Schifflände für das Gebiet von der alten Rheinbrücke bis zur Einmündung der Habich-Dietschy-Strasse in die Baslerstrasse ausgearbeitet. Auf dem Areal der Firma Müller-Brunner AG fand anschliessend ein Architekturwettbewerb statt. Dieser war Grundlage für eine Teilzonenplanänderung, welcher die Gemeindeversammlung vom Juni 2009 zugestimmt hatte. Vor einem Jahr wurde der Gestaltungsplan genehmigt.

Das Areal der ehemaligen «Bändeli-Fabrik» Müller-Brunner hat eine besondere Bedeutung für die Stadt. Dessen Entstehung geht auf den früheren Fabrikanten und Stadtammann Fritz Brunner (1850–1928) zurück, der die Geschicke der Stadt während 31 Jahren leitete. Die Aufwertung von Stadtmauer, «Rotem Haus» und der Habich-Dietschy-Strasse als Bindeglied zwischen Altstadt und dem westlichen Entwicklungsgebiet ist heute eine Schlüsselstelle in der städtebaulichen Konzeption. «Der Gemeinderat freut sich, dass die geplante Entwicklung nun realisiert werden kann», so Stadtammann Franco
Mazzi. (az)