Kaiseraugst
Die «Adler»-Sanierung steht zur Abstimmung

Die Kaiseraugster Traditionsbeiz soll mit rund zwei Millionen Franken erneuert und nächstes Jahr wieder betrieben werden – derweil ist der Betrieb in der «Post» in Münchwilen bereits gut angelaufen.

Dennis Kalt
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Der Vorplatz des «Adlers» soll vom Parkplatz zur Terrasse werden. Archiv

Der Vorplatz des «Adlers» soll vom Parkplatz zur Terrasse werden. Archiv

Dennis Kalt

Das Projekt «Adler» nimmt wieder Fahrt auf: Nach dem Kauf der Traditionsbeiz durch die Ortsbürger für 2,2 Millionen Franken im April 2016 wird an der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 29. Juni ein Verpflichtungskredit für die Sanierung des Restaurants in Höhe von 2,04 Millionen Franken traktandiert.

«Die bestehende Gebäudestruktur mit den relativ kleinen, dafür preiswerten Gästezimmern bleibt bestehen», heisst es in der Botschaft. Insgesamt sind in dem Gasthof zwölf Gästezimmer mit 20 Betten. Die Renovierung soll sanft und wirtschaftlich vertretbar sein, heisst es weiter. «Der ‹Adler › soll wieder als Treffpunkt und als Dorfbeiz dienen. Eine gutbürgerliche Küche und günstige Gästezimmer für Messebesucher und Reisende sollen ihn auszeichnen», sagt Gemeindepräsidentin Sibylle Lüthi.

Pächter mit Gastro-Erfahrung

Neuer Pächter des «Adlers» ist Toni Brüderle, Inhaber eines Gastronomie-Unternehmens, das mehrere Restaurants betreibt. «Brüderle hat langjährige gastronomische Erfahrung. Ich bin überzeugt, dass er den ‹Adler › wieder zu altem Ruhm führen wird», sagt Lüthi. Geplant ist, dass die Sanierung bis Frühling 2018 abgeschlossen und anschliessend der gastronomische Betrieb aufgenommen wird.

Im Fricktal ist Kaiseraugst nicht die einzige Gemeinde, in der die Ortsbürger versuchen, den Betrieb eines Restaurants zu reaktivieren. In Münchwilen kaufte die Ortsbürgerstiftung im Dezember 2016 die «Post». Fabio Clausi verwöhnt dort seit rund einem Monat die Gäste mit seiner italienischen Küche. «Der Betrieb ist sehr gut angelaufen», sagt Gemeindeammann Willy Schürch, der froh ist, dass die Gemeinde wieder einen Treffpunkt im Dorf hat. «Das Wetter spielt derzeit mit. Die Gartenwirtschaft ist voll und die Mittagsmenüs sind gefragt», sagt Schürch.

Die Gemeinde Stein verpachtet seit Januar 2016 das Restaurant Rheinfels Park an Markus Schwehr. «Er hat sich gut etabliert und sich mittlerweile einen Namen gemacht», sagt Gemeindeammann Hansueli Bühler. Neben seinem Mittagsangebot und den Banketten läuft auch das Buchungsgeschäft mit den zehn Hotelzimmern gut.