Rechnung

Deutliches Plus: Magden kann den Blick in die Zukunft richten

Die Kreditabrechnung der Gesamtrevision der Nutzungsplanung – hier das Gebiet Pfrundgut – liegt vor.

Die Gemeinde Magden schliesst das Jahr deutlich besser ab als geplant. Die kommende Gemeindeversammlung verspricht wenig Konflikpotenzial – was Gemeindeammann André Schreyer zu einem Seitenhieb in Richtung der Nachbargemeinde Rheinfelden veranlasst.

Die Traktandenliste für die Gemeindeversammlung in Magden war schon länger, und ja, das gibt Gemeindeammann André Schreyer offen zu: Sie war auch schon spannender. «Bei uns werden eben keine Brücken gebaut», sagt Schreyer mit einem Lachen und Blick in die Nachbargemeinde Rheinfelden. Neben zwei Einbürgerungsgesuchen sowie fünf Kreditabrechnungen – unter anderem zur Gesamtrevision der Nutzungsplanung – finden sich auf der Traktandenliste lediglich der Rechenschaftsbericht und die Jahresrechnung.

Wobei die Jahresrechnung allen Grund zur Freude gibt: «Wir haben deutlich besser abgeschlossen als geplant», sagt Schreyer. Die Rechnung basiert auf einem Steuerfuss von 95 Prozent. Die Steuererträge wurden gegenüber dem Budget um knapp 840 000 Franken übertroffen. Dadurch sowie «durch Einsparungen im laufenden Aufwand» (Schreyer) kann die Gemeinde für das Jahr 2018 einen Ertragsüberschuss von fast 2,5 Millionen Franken verzeichnen. Budgetiert war ein Überschuss von gut 600 000 Franken. Das Nettovermögen der Gemeinde steigt somit auf über 4,9 Millionen Franken an.

Bauprojekte stehen an

«Wir häufen das Geld nicht an, wir können es im Gegenteil ganz gut gebrauchen für die Zukunft», sagt Schreyer. Er spielt damit auf verschiedene in den kommenden Jahren anstehende Bauprojekte an. Überhaupt geht der Blick an der Medienkonferenz zur anstehenden Gemeindeversammlung in die mittelfristige Zukunft.

In den Sommerferien etwa wird das Schulhaus für die Bedürfnisse der Grundstufe im Lehrplan 21 umgebaut. Später stehen umfassende Sanierungsarbeiten an der Turnhalle Matte sowie am Gemeindesaal an. Vizeammann Rudolf Hertrich nennt das Jahr 2025 als Zeitrahmen für diese Projekte. Noch zuvor wird wohl der Um- oder Neubau des Forstwerkhofs realisiert. Hier soll in diesem Jahr eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. «Ein Kreditantrag könnte dann an der Gemeindeversammlung im Winter oder im nächsten Sommer folgen», so Hertrich.

«Bünn» wieder auf dem Tisch

Ebenfalls an einer dieser Gemeindeversammlungen soll ein altbekanntes Thema wieder auf den Tisch kommen. Der Gemeinderat treibe derzeit die Arbeit für die Einzonung im Gebiet Bünn voran, sagt Hertrich. Die Einzonung der rund drei Hektaren zu Baugebiet war 2016 von der Gemeindeversammlung zurückgewiesen worden. Aktuell liefen Abklärungen mit dem Kanton und dem Raumplaner bezüglich der Erschliessung des Gebiets durch den öffentlichen Verkehr. Diskutiert werde unter anderem eine neue Buslinie, wobei die Abklärungen erst zeigen müssten, wie realistisch dies sei, so Hertrich.

«Es ist unser Ziel, nun eine tragbare Lösung für alle Seiten zu finden», sagt Hertrich und erwähnte dabei explizit das Komitee «4312», das sich damals gegen die Einzonung gewehrt hatte. Die Traktandenliste für die anstehende Gemeindeversammlung – sie birgt tatsächlich wenig Spannung. Das wird sich aber wohl schon in naher Zukunft wieder ändern.

Gemeindeversammlung Magden:Freitag, 14. Juni, 20 Uhr im Gemeindesaal.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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