Heiligabend

Derzeit nicht verantwortbar: Das Fest für Alleinstehende fällt aus

Für Vreni Meier ist klar, dass es 2021 wieder eine Weihnachtsfeier für Alleinstehende geben soll.

Für Vreni Meier ist klar, dass es 2021 wieder eine Weihnachtsfeier für Alleinstehende geben soll.

Die Feier zu Heiligabend in Frick wird von Vereinsamten gut besucht. Dieses Jahr wird der Anlass nicht stattfinden. Die Bedenken haben überwogen, sagen die Organisatoren.

Die Weihnachtsfeier für Alleinstehende in Frick fällt in diesem Jahr aus. Das haben die Organisatoren, die Diakoniegruppen der römisch-katholischen Pfarrei und der reformierten Kirchgemeinde Frick, gemeinsam entschieden. «Wir haben lange diskutiert und der Entscheid ist uns alles andere als leicht gefallen», sagt Vreni Meier, Leiterin der Diakoniegruppe der römisch-katholischen Pfarrei. Aber: «Es ist ein Vernunftsentscheid.»

In den vergangenen Jahren kamen meist zwischen 20 und 30 Personen an die Feier. Darunter Menschen, deren Partner verstorben ist, deren Beziehung in die Brüche ging oder die keinen Kontakt zur Familie mehr haben. Meier ist sich bewusst: Gerade für sie wäre es in diesem Jahr – wo die sozialen Kontakte wegen der Pandemie ohnehin stark eingeschränkt werden mussten – vielleicht noch wichtiger als in anderen Jahren.

Interesse an der Feier ­besteht nach wie vor

In den vergangenen Wochen hätten die Organisatoren denn auch mehrere Stammgäste kontaktiert und angefragt, ob sie unter den aktuellen Umständen überhaupt noch Interesse an einer Weihnachtsfeier hätten. Einige sagten Ja.

«Trotzdem haben unsere Bedenken am Ende überwogen», sagt Meier. Es handle sich schliesslich bei der Feier «um eine wild zusammengewürfelte Gruppe von Menschen». Und: Die allermeisten Gäste der Weihnachtsfeier sowie auch ein Grossteil der Helferinnen und Helfer gehörten vom Alter her zur Risikogruppe. «Wir wollten deshalb auf keinen Fall eine Ansteckung riskieren», so Meier. Alle Gäste, die in den vergangenen zwei Jahren die Weihnachtsfeier besuchten, erhalten im Dezember einen Adventsbrief der Organisatoren, in dem der Entscheid erklärt wird. Vreni Meier hofft deshalb auf Verständnis. «Ich bin überzeugt, dass die Menschen über Weihnachten einige schöne Stunden erleben können.»

Vreni Meier war von Anfang an dabei

Auch für sie wird es an Heiligabend speziell. Meier war als Initiantin der Weihnachtsfeier von Beginn an mit dabei – und hat jedes Jahr an Heiligabend fleissig mitgeholfen. Sie erinnert sich gerne an die Feiern der vergangenen Jahre. So werden unter anderem eine Weihnachtsgeschichte erzählt und gemeinsam Lieder gesungen.

Neben der Besinnlichkeit, dem Zusammensein, den Gesprächen und auch den Momenten der Stille, ist es eines, was Vreni Meier auch selber an der Feier besonders schätzt: «Dass die Menschen die Zeit gemeinsam geniessen und für einige Stunden zusammen Weihnachten feiern.»

Für Vreni Meier ist deshalb klar, dass es im kommenden Jahr wieder eine Weihnachtsfeier für Alleinstehende geben soll. Die Organisatoren sind sich diesbezüglich einig. Die beiden Diakoniegruppen wechseln sich bei der Organisation jeweils ab. Weil dieses Jahr ausfällt, übernimmt die Gruppe der römisch-katholischen Pfarrei das kommende Jahr. «Das Lokal, der Fricker «Rampart» ist bereits reserviert», sagt Meier mit einem Lachen.

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