Schupfart
Der Winter siegte gegen den Frühling

Frühling gegen Winter: Bei diesem fröhlichen Wettstreit hatten nicht nur die Aktiven der Jugendriegen des Turnvereins einen Riesenspass, sondern auch die vielen Zuschauer. Bei frühlingshaftem Wetter siegte am Ende dennoch der Winter.

Ingrid Arndt
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Eierlesen Schupfart 2017
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Eierlesen 2017 Eine der Spezialaufgaben war, einen Turm aus Holzklötzlchen zu bauen.
Eierlesen 2017 Balance war bei diesem Wassertransport gefragt.
Eierlesen 2017 Eine der Spezialaufgaben war, einen Turm aus Holzklötzlchen zu bauen.
Eierlesen 2017 Eine Wasser-Transport-Kette bildete den Abschluss des Eierlesens.
Eierlesen 2017 Schupfarter Eierlesen 2017: Eier werden ins Fangtuch geworfen

Eierlesen Schupfart 2017

Ingrid Arndt

Schon vor vielen hundert Jahren wussten die Menschen, der Winter gibt nicht so einfach auf. Das war in diesem Jahr auch wieder mit so einigen Schäden erfahrbar. Mit dem uralten Brauchtum des Eierlesens wollten unsere Vorfahren der warmen Jahreszeit fast ein wenig mystisch Rückenwind geben, den Winter vertreiben. Was an diesem Sonntag mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen in Schupfart eher weniger nötig war: Wettertechnisch hatte zweifellos der Frühling das Sagen. Ob das im Wettkampf so bleiben würde, war nun die Frage.

154 Eier galt es zu sammeln

Hufeisenförmig hatten die Organisatoren unter Leitung von Marco Schlienger und Ramona Heiz auf dem Sportplatz zwei Bahnen mit insgesamt 154 rohen Eiern ausgelegt. Jedes Zehnte war farbig. 43 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren traten in ihren blauen und grünen T-Shirts gegeneinander an.
Die Blauen waren der Winter, die Grünen der Frühling. Jeweils ein Ei musste aufgehoben und in möglichst schnellem Lauf am Ziel unversehrt in ein Fangtuch geworfen werden. Die einen gingen dabei eher auf Nummer sicher und liefen bis nahe an die Abwurflinie. Andere gingen wagemutig volles Risiko ein und gaben ihrem Ei aus ziemlich weiter Entfernung den erforderlichen Schwung, um Zeit für den Rücklauf zu gewinnen. Das ging nicht immer gut, eine Wiederholung war dann angesagt und die Zeit futsch. Auch landeten diese tollkühn abgefeuerten Wurfgeschosse nicht immer im Fangtuch. Gäste und das etwas weiter weg liegende Gebüsch blieben zum Gaudi aller nicht verschont. Und trotz beinahe akrobatischer Gelenkigkeit der Fänger gab es rund um die Tücher reichlich Eiermatsch.

Bei jedem farbigen Ei mussten die Mannschaften extra Aufgaben lösen. Da waren zum Beispiel Nägel in luftiger Höhe in einen Balken zu schlagen, eine bestimmte Menge Wasser in einer Schale und in einer Schubkarre sitzend über einen Parcours mit möglichst wenig Verlust von A nach B zu balancieren oder mit Holzklötzchen einen stabilen Turm bauen. Zum Schluss musste jede Mannschaft – in einer Reihe aufgestellt und alle jeweils mit einem Trinkbecher ausgestattet – über eine Strecke von rund zehn Metern Wasser transportieren, und zwar, indem es von Sportler zu Sportler in die jeweiligen Becher umgefüllt wurde. Am Ende siegte – entgegen den Witterungsverhältnissen – die Wintermannschaft. Ob das nun ein weniger gutes Omen für die kommenden Wochen ist, wird sich weisen.