Fünf Schweizer Künstler – neben Erwin Rehmann sind es Marguerite Hersberger, Jean Mauboulès, Markus Schwander und Walter Vögeli – zeigen Werkgruppen aus verschiedenen Epochen und Materialien im Laufenburger Rehmann-Museum. Im Erdgeschoss hat Diana Seeholzer das Kunst-Schau-Fenster zu einem Blickfang gemacht.

Plastische Kunst

Viele Besucher nahmen an der Eröffnung die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das lichtdurchflutete Museum mit etlichen Glanzstücken wahr. Ihnen bot sich ein spannender Aspekt der plastischen Kunst, die sich klar von der traditionellen Bildhauerei abgrenzt.

Die Vernissage haben Hans-Jürg Pfisterer, Mitglied des Rehmann-Stiftungsrates, Museums-Kuratorin Cornelia Ackermann und der aus Gansingen stammende Saxofonist Andreas Basler gestaltet. Der Musiklehrer an der Musikschule Stein hat den richtigen Ton zu der neuen Ausstellung getroffen. Er spielte zurückhaltend und doch packend, dann wieder impulsiv und zugleich verträumt.

Faszinierendes Innenleben

Die Gäste stiessen auf Objekte aus Industrie- und Acrylglas, die je nach Lichteinfall und Bearbeitung Einblicke in ein faszinierendes Innenleben geben. Transparente Werke korrespondieren mit voluminösen Werken, in glänzenden Oberflächen spiegeln sich die Museumsräume oder der Skulpturenpark – so gelangt die Aussen- in die Innenwelt.

«Fragen der Illusion tauchen auf, auch liegen Schein und Sein nahe beieinander», erklärte Cornelia Ackermann. Die Betrachter werden aufgefordert, selber aktiv zu werden, die Blickwinkel zu wechseln, damit sie das Verborgene wahrnehmen können. Also: Position ändern, in Bewegung bleiben, um die Werke herumgehen – nur so können deren Geheimnisse entdeckt werden. Viele Besucher kamen dieser Aufforderung nach. Was zu einem spielerischen Umgang mit einer sich ständig verändernden Wahrnehmung führte, wenn zum Beispiel Personen in Acrylglasstehlen durchschienen oder sich darin spiegelten und nicht klar war, wo sie sich in Wirklichkeit befanden.

«Die Augen verzaubern»

«Die Ausstellung lädt ein, die Augen zu verzaubern», sagte Cornelia Ackermann. Zusammen mit Daniel Waldner, Martin Suter, Regula Laux und den Künstlern hat sie eine bemerkenswerte, verblüffende Schau auf die Beine gestellt. Sie ermunterte die Besucher, sich auf die Kunstwerke einzulassen, weil sie sich nicht auf den ersten Blick erschliessen. «Das ist vielleicht das Reizvolle an der Ausstellung», hielt die Kuratorin des Rehmann-Museums weiter fest.