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Der TV Möhlin gewinnt sein erstes Auswärtsspiel in Birsfelden

Vor allem Goalie Bamert überzeugt. Er kam in der zweiten Halbzeit ins Spiel und hielt 8 von 14 Schüssen.

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Nicolas Bamert.

Nicolas Bamert.

Michi Mahrer

Im ersten Auswärtsspiel besiegt der TV Möhlin vor 150 Zuschauern Birsfelden deutlich mit 28:22 (15:12). Neben einem starken Kollektiv überzeugte Nicolas Bamert. Die Nummer zwei im Tor wehrte sagenhafte 58 Prozent der Bälle ab. Bamert übernahm wenige Minuten nach der Pause den Torhüterposten von Rok Jelovcan und parierte einen wichtigen Strafstoss, der Möhlin weiterhin die Zwei-Tore-Führung ermöglichte. Manuel Csebits erhöhte danach zum 19:16 und entschärfte damit eine kritische Phase in der Partie gegen die Mannschaft von Thomas Reichmuth.

Die Birsfelder starteten zu Beginn solide und egalisierten den Rückstand nach fünf Minuten durch Mads Boie Thomsen zum 3:3. Danach musste der Birsfelder Remo Spänhauer auf die Strafbank, er foulte Manuel Csebits, der danach wurfstark zur erneuten Führung für Möhlin abschloss. Tin Tokic sah kurz darauf das verwaiste Tor und platzierte den Ball perfekt im gegnerischen Netz. Auch sein zweiter Weitschuss in einer ähnlichen Situation in der 16. Minute war erfolgreich. Tokic traf zum 10:6 und ärgerte die Gastgeber gewaltig.

Die Birsfelder verloren langsam aber stetig den Anschluss. Nur noch einmal kamen sie per Siebenmeter auf ein Tor heran, danach bauten die Fricktaler ihren Vorsprung aus. Zwar gelang dies nicht ohne offensive Pannen und die Zeitstrafen drückten auf den Personalbestand auf dem Feld, aber immer wieder tat sich ein Möhliner hervor und rettete die Angelegenheit.

So übernahm Florian Doormann die beiden nächsten Strafstösse und ermöglichte mit den Treffern ein VierTore-Polster, ehe die Gastgeber zum nächsten Treffer reüssierten. In der Folge entwickelte sich ein Spiel mit vielen Fouls, bei denen die Birsfelder aus Möhliner Sicht zu milde bestraft wurden. Als dann Remo Spänhauer fünf Minuten vor der Pause auch noch Sebastian Kaiser niederrang, waren die Möhliner Fans ausser sich vor Wut. Immerhin gab es die Zeitstrafe für Spänhauer, Birsfelden wurde etwas zurückgebunden und es ging mit dem Stand von 15:12 für den TV Möhlin in die Pause.

Ausdauer und Moral gezeigt

Nach der Pause lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch und Birsfelden schaffte zweimal den Anschlusstreffer, ehe Florian Doormann den wichtigen Treffer Nummer 18 und damit wieder die Zwei-Tore-Führung erzielte (38.). Doormann ersetzte kurzfristig Patrik Vizes, der diese Woche an der Hand operiert wurde. Dass Doormann danach auf die Strafbank musste, war erneut ein umstrittener Entscheid. Doch nun griff Nicolas Bamert ins Geschehen ein und parierte den Siebenmeter souverän. Mit seinen folgenden Paraden hielt er sein Team hervorragend im Spiel. Die Möhliner Abwehr arbeitete insgesamt geschlossen stark. Offensiv lief dagegen nicht alles nach Wunsch, aber Birsfelden zeigte seinerseits mehr Mühe, seine Angriffe überhaupt abschliessen zu können.

So verloren die Gastgeber ab der 40. Minute immer mehr an Stabilität, an Ideenreichtum und versuchten es nicht selten mit der Brechstange. Die führenden Fricktaler mussten zwar einiges einstecken, aber insgesamt lösten sie die taktischen Aufgaben mit viel Ausdauer und Moral. Und: Sie liessen sich nicht aus dem Konzept bringen. Vielleicht war die Aktion in den Schlussminuten typisch für die ganze Partie, als Birsfelden beim versuchten Aufbau den Ball verhaspelte und Möhlin zum Gegenangriff verhalf.

Zoltan Cordas brachte noch den erst sechzehnjährigen Fabian Ceppi und zusammen mit der ersten Mannschaft durfte er danach ausgiebig den klaren Schlussstand von 28:22 und den überzeugenden Nicolas Bamert feiern. (AZ)