Wölflinswil

«Der Tod ist ein grosser und starker Gleichmacher»: Das Gemeinschaftsgrab wurde eingeweiht

Ein von Erwin Rehmann angefertigtes Kreuz ziert das neue Gemeinschaftsgrab.

Ein von Erwin Rehmann angefertigtes Kreuz ziert das neue Gemeinschaftsgrab.

Auf dem Wölflinswiler Friedhof wurde das Gemeinschaftsgrab eingeweiht – mit Worten von Pfarrer Peter Senn und einem Gottesdienst. Es wurde einzeln der Verstorbenen des vergangenen Jahres gedacht.

Auf dem Friedhof Wölflinswil wurde am Kirchweihsonntag im Beisein vieler Mitchristen und mit musikalischer Begleitung durch die Musikgesellschaft das neue Gemeinschaftsgrab eingeweiht. Es ist bereits das zweite gemeinsame Bestattungsgrab auf dem Friedhof, der auch Platz lässt für die Erdbestattung und die einzelnen Urnengräber.

Es traf sich gut, wie der Gestalter und Bildhauer Daniel Waldner aus Kaisten ausführte, dass mit dem Vorhaben eines Gemeinschaftsgrabes die Idee auftauchte, das von Künstler Erwin Rehmann im Jahr 1988 aus Bronze angefertigte Kreuz miteinzubeziehen, das im Direktgussverfahren erstellt worden war. Barbara Fricker, Gemeindeammann von Wölflinswil, dankte den Angehörigen von Robert Reimann, ehemaliger Gemeindeammann und Ständerat, für die Übergabe des Kunstwerkes.

«Asche zu Asche, Staub zu Staub»

Das Kreuz auf einer Steinstele wird umschlossen von grünen Hecken, Steinelementen aus Jurakalkstein und einer gebogenen Stahlplatte mit einer Steinbank. Auf der Platte können Namensschilder der Verstorbenen angebracht werden. Im Mittelpunkt der kreisförmigen Anordnung steht ein zen­trales Gefäss, wo die Asche bei der Bestattung dem Erdboden zugefügt wird.

«Asche zu Asche, Staub zu Staub: Das wird hier buchstäblich umgesetzt. Eine Bestattungskultur, die vor wenigen Jahren noch nicht denkbar war. Aber der Tod ist ein grosser und starker Gleichmacher. Niemand kann dieser Rückkehr zur Erde entrinnen», sagte der reformierte Pfarrer Peter Senn aus Frick.

Gemeindeleiter segnete Begräbnisstätte ein

Roger Fricker, Gemeindeammann von Oberhof, betonte die einvernehmliche Zusammenarbeit der Gemeinden, die auch das Friedhofreglement überarbeiten wollen.

Die Gemeinde traf sich vorgängig zum Gottesdienst, den Gemeindeleiter Christoph Küng leitete und der vom Kirchenchor mit Liedern bereichert wurde, welche die Vergänglichkeit aller und den Glauben an die christliche Botschaft hervorhoben. Es wurde einzeln der Verstorbenen des vergangenen Jahres gedacht. Der Gemeindeleiter segnete abschliessend die neue Begräbnisstätte ein.

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