Oeschgen

Der Sturm lässt die Flammen lodern

Im Widerschein der Flammen - die Besucher des Scheibensprengens.

Im Widerschein der Flammen - die Besucher des Scheibensprengens.

Das feurige Spektakel des Scheibensprengens war eine stürmische und nasse Angelegenheit.

Wie bestellt um 19.30 Uhr, seit je Zeitpunkt der Inbrandsetzung des hölzernen Rades, ging ein kleiner Tornado über die Weide von Bauer Dominik Lang. Die Aktiven der ScheibensprengerClique hatten schon Mühe, das Rad vom Schutzüberzug aus Plastikfolie zu befreien und es mit Lampenpetroleum zu begiessen, so sehr fegte der Wind über den Boll.

Schliesslich gelang es, das Sonnensymbol Feuer fangen zu lassen. Und kaum hatte das Feuer übergegriffen, stand die mächtige Konstruktion, angefacht vom starken Sturm, auch schon lichterloh in Flammen. Und drehte sich kaum zehn Minuten lang.

Feuerrad am Scheibensprengen in Oeschgen

Feuerrad am Scheibensprengen in Oeschgen

Denn schon nach dieser kurzen Zeit lösten sich brennende Brocken aus dem Rad heraus und flogen in Richtung der drei Personen, die es mittels Eisenstange in Drehung versetzten. Das Rad brach auseinander, begleitet vom Beifall der zahlreichen Umstehenden.

1400 fliegende Scheiben

Und auch wie bestellt beruhigte sich direkt danach das Wetter wieder: Der Regen hörte auf, der Sturm flaute ab. So übten sich noch so manche Besucher weiter im Scheibensprengen. Mit rund 1400 Buchenholz-Scheiben – die Oeschger Scheibensprenger hatten noch welche vom Vorjahr übrig – stand auch ausreichend Munition zur Verfügung, sich darin zu üben, eine möglichst weite und schöne Leuchtspur an den Himmel zu zaubern.

Mit dem richtigen Schwung versehen und optimal auf dem Startbock weggesprengt, flogen die Scheiben weit Richtung Autobahn – verfolgt von den Blicken derer, die sie abschossen und derer, die danebenstanden.

Vor allem an den Kindern, die sich unter Anleitung ihrer Papis im Brauchtum übten, hatten die Aktiven der Scheibensprenger-Clique ihre helle Freude. Diese freuten sich beim Traditionsanlass am ersten Sonntag nach Aschermittwoch auch über eine volle Festwirtschaft auf dem Hofgelände – in sicherer Entfernung vor den Flammen.

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