Möhlin
Der Stromverkauf ist 2012 um 2,5 Prozent gestiegen

Die Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt AG verzeichnete im Betriebsjahr 2012 eine Steigerung des Stromverkaufs um 2,5 Prozent über dem 30-jährigen Mittel von 758,3 Gigawatt. Die Dividende beträgt 6 Prozent auf dem Grundkapital von 30 Millionen Franken.

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Teilansicht der Wehranlage beim Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt. – Foto: pd

Teilansicht der Wehranlage beim Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt. – Foto: pd

Am 7. März 2013 fand in Möhlin beziehungsweise im Werk in Schwörstadt die 87. ordentliche Generalversammlung der Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt AG (KRS) unter dem Vorsitz des Verwaltungsratspräsidenten Jörg Aeberhard statt.

Die Versammlung genehmigte die Erfolgsrechnung 2011/2012 sowie die Bilanz per 30. September 2012 und erteilte der Verwaltung Entlastung. Entsprechend dem Antrag des Verwaltungsrates wird eine Dividende von 6 Prozent auf das Grundkapital von 30 Millionen Franken entrichtet und 30'000 Franken der gesetzlichen Reserve zugewiesen.

Ende März 2012 ging der bisherige Verantwortliche für die Geschäfts- und Betriebsführung, Armin Fust, in Pension und übergab die Verantwortung an seinen Nachfolger, Beat Karrer von der Energiedienst Holding AG, Laufenburg.

Der neue Geschäftsführer erläuterte das abgelaufene Geschäftsjahr. Der mittlere Jahresabfluss des Rheins lag mit 1027 Kubikmeter pro Sekunde um 0,8 Prozent unter dem 30-jährigen Mittel von 1035 Kubik/Sekunde.

Im Geschäftsjahr konnten 777,4 Gigawatt (GWh) Strom gegen Entgelt abgegeben werden. Dieser Wert liegt um 2,5 Prozent über dem 30-jährigen Mittel von 758,3 GWh.

Unfallfreie Revisionsarbeiten

Der Betrieb der Anlagen und die üblichen Revisions- und Unterhaltsarbeiten verliefen glücklicherweise einmal mehr unfallfrei und weitgehendst ohne grössere Störungen.

Eine Ausnahme bildeten die Messwandlergruppen der 50-Kilovolt-Leitung Münchwilen. Im Januar und August wurden bei Blitzeinschlägen zwei Messwandler zerstört.

Gemeinsam mit dem Netzbetreiber Axpo konnte der Schaden behoben werden. Mit den ausgeführten kleineren Umbauten sollten zukünftig keine Störungen mehr auftreten.

Es war dies das erste Geschäftsjahr der Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt AG, welches zu 100 Prozent in der neuen Konzessionsperiode von KRS lag.

Viele Aufgaben, welche direkt mit dem Erhalt der Konzession zusammenhängen, wurden bereits abgearbeitet, etliche sind aber auch in naher Zukunft noch zu erledigen. Unter anderem sind diverse Vereinbarungen mit den angrenzenden Kraftwerken neu auszuhandeln.

Eine weitere, nicht weniger anspruchsvolle Aufgabe ist die Realisierung der 17, mit der Konzession behördlich festgelegten Massnahmen. Das vergangene Geschäftsjahr stand ganz im Zeichen der Detail- und Ausführungsplanung dieser Massnahmen.

Die Ingenieurbüros waren gefordert, die gesteckten Ziele in die Planung zu übertragen und diese mit der ökologischen Begleitkommission abzustimmen.

Einige Massnahmen wurden bereits ausgeführt, so zum Beispiel die Schaffung einer Uferstruktur bei Wallbach oder die Wiederöffnung eines Seitenarms bei Wallbach auf deutscher Seite.

Mit dem Bau der grössten Massnahme, einem neuen Fischaufstiegsgewässer wurde ebenfalls bereits angefangen. Im laufenden Jahr wird auch mit allen anderen Massnahmen begonnen, damit die Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden können. (az)

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