Ferien

Der Strand ruft – dabei zieht es die Fricktaler immer weiter in die Ferne

Palmen, ruhiges Meer und ein Sonnenuntergang: Viele Fricktaler haben Sommerferien am Strand gebucht.

Palmen, ruhiges Meer und ein Sonnenuntergang: Viele Fricktaler haben Sommerferien am Strand gebucht.

In den Sommerferien zieht es die Fricktaler immer weiter in die Ferne. Beliebte Reiseziele sind dieses Jahr Nordamerika, das südliche Afrika sowie Australien. Dafür reisen weniger Fricktaler in die Türkei oder nach Ägypten.

Der Sommer lässt im Fricktal auf sich warten. Auch für die nächsten Tage stellen die Meteorologen keine sonnig-heissen Tage in Aussicht. Werden also die Reisebüros von Sonnenhungrigen überrannt, die für die Sommerferien einen Platz an der Sonne suchen?

«Dieses Jahr erwarten wir tatsächlich noch einen Boom bei den Badeferien, aktuell liegen wir noch etwas hinter den Zahlen aus dem Vorjahr», sagt Rolf Gerber von Knecht Reisen. Das Reisebüro hat im Fricktal Filialen in Frick und Rheinfelden. Allerdings führt Gerber den erwarteten Ansturm nicht auf das wechselhafte Wetter in der Schweiz zurück. «Wegen der geopolitischen Lage haben viele Familien, die in den letzten Jahren ihre Ferien früh gebucht haben, abgewartet», so Gerber.

Gleich äussert sich Dominik Schröger, der im TUI Reisecenter in Bad Säckingen über 50 Prozent Schweizer Kunden bedient. «Vor allem bei Buchungen für die Türkei und Ägypten waren die Kunden in diesem Jahr zurückhaltend», stellt Schröger fest.

Fernreisen im Trend

Buchungen an diese beiden Destinationen sind auch bei Knecht Reisen klar rückläufig. «Davon profitiert das westliche Mittelmeer», so Gerber. Spanien, Portugal und Italien seien im Vergleich zum Vorjahr im Plus. Ein weiterer Trend geht laut Gerber hin zu den Fernreisen: «Nordamerika und das südliche Afrika boomen bei uns und auch Australien ist wieder im Trend.» Auch Schröger stellt fest, dass «vermehrt Ferndestinationen gebucht werden».

Neben den Safaris im südlichen Afrika seien Strandferien in Thailand und der Karibik gleichermassen beliebt. Der Grund: «Die Preise sind nicht mehr so viel teurer wie für Badeferien in Europa», so Schröger.

Apropos Preise: «Im Kopf der Kunden ist verankert, dass die Preise in Deutschland tiefer sind», sagt Rolf Gerber, «dabei sind wir nicht teurer.» Preisunterschiede könnten sich jedoch ergeben, da die Schulferien und deshalb auch die Hochsaison in der Schweiz und in Deutschland nicht gleichzeitig stattfinden.

Laut Gerber gibt es gerade in Rheinfelden die Tendenz, dass Leute, die im letzten Jahr in Deutschland gebucht haben, wieder in Schweiz buchen. Dominik Schröger sagt: «Wir haben schon lange einen grossen Kundenstamm in der Schweiz.» Einen grossen Zuwachs oder Wegfall stellt er nicht fest.

Kurztrips in der Schweiz

Und wie sieht es aus mit Ferien in der Schweiz oder in der Region? «Dafür kommen die Leute eher weniger ins Reisebüro», sagt Gerber. Und Schröger ergänzt: «Wir haben viele Kunden, die bei uns Wellness-Aufenthalte in der Schweiz oder im süddeutschen Raum buchen. Das sind aber meist Kurztrips.»

Eine weitere Möglichkeit für solche kurzen Auszeiten sind Busreisen. «Unser Angebot wird jeweils gut genützt», sagt dazu Jürg Wüest von Siegrist Reisen in Eiken. «Wir versuchen, jedes Jahr spannende und attraktive Fahrten zu organisieren.» Dieses Jahr stehen etwa eine dreitägige Reise in den Jura oder ins Pitztal im Programm. «Aber auch unsere achttägige Reise nach Kroatien ist gut gebucht.»

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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