Region

Der Startschuss ist gefallen: Jetzt wird das 180-Seelen-Asyldorf gebaut

Die Container stehen auf dem Areal des ehemaligen A3-Werkhofs schon länger bereit, nun werden sie in die Halle verschoben und für den Bezug durch Asylsuchende vorbereitet. twe/archiv

Die Container stehen auf dem Areal des ehemaligen A3-Werkhofs schon länger bereit, nun werden sie in die Halle verschoben und für den Bezug durch Asylsuchende vorbereitet. twe/archiv

Schon auf Ende November sollen die ersten Asylsuchenden die Container in Frick beziehen. Die Gops Laufenburg soll bis auf weiteres geschlossen bleiben.

Mitte August hat der Fricker Gemeinderat das Baugesuch für eine Asylunterkunft im ehemaligen A3-Werkhof bewilligt. Auf drei Jahre befristet sollen dort maximal 180 Männer untergebracht werden. Ab Oktober beginnen nun die notwendigen Bauarbeiten auf dem Areal, wie Daniela Diener, stellvertretende Leiterin Kommunikation beim kantonalen Departement Gesundheit und Soziales (DGS), auf Anfrage erklärt. Die Container – 56 von ihnen stehen bereits seit Mai auf dem Gelände – werden nun in die Halle verschoben und positioniert. Dann werden Licht, Strom und Lüftung installiert und es erfolgt die Möblierung.

Zudem sind weitere Massnahmen nötig, wie Daniela Diener ausführt: «In der Halle müssen elektrische Installationen und die Heizung saniert werden, es erfolgen Erdbebenertüchtigungsmassnahmen und Brandschutzeinrichtungen.» Weiter werden das Sicherheits- und das Verkehrskonzept umgesetzt und das Gelände wird eingezäunt. «Im Rahmen von Beschäftigungsprogrammen wird ein Teil der Massnahmen auch mit Asylsuchenden durchgeführt», so Diener.

Der Einzug der ersten Asylsuchenden ist auf Ende November geplant. Wann die Unterkunft mit den 180 Asylsuchenden komplett belegt ist, ist abhängig von der Zuweisungssituation durch den Bund – «und kann deshalb nicht genau terminiert werden».

Gops bleibt vorläufig geschlossen

Auch von der Zuweisungssituation des Bundes abhängig ist die Zukunft der geschützten Operationsstelle (Gops) in Laufenburg. Die unterirdische Asylunterkunft wurde im November 2015 in Betrieb genommen und im Juli «temporär ausser Betrieb genommen», wie es beim DGS damals hiess. «Kurzfristig ist keine Wiedereröffnung der Gops Laufenburg geplant», erklärt Daniela Diener. Zurzeit könne der Kanton die ihm zugewiesenen Personen oberirdisch oder in einer der drei anderen unterirdischen kantonalen Unterkünfte unterbringen. Allerdings sagt Diener auch, es sei schwierig abzuschätzen, wie sich die Zuweisungszahlen entwickeln. «Eine mittel- bis langfristige Prognose über die Wiederinbetriebnahme der Gops Laufenburg kann deshalb nicht gemacht werden.»

«Kloos»: Gespräche laufen

Nicht nur in Frick und Laufenburg, sondern auch in Rheinfelden ist ein Asylprojekt hängig. Dort geht es um eine neue Nutzung des ehemaligen Altersheims Kloos. Bereits im April stand die Stadt im Kontakt mit dem Kanton und hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Möglichkeit zu prüfen, im «Kloos» ein Heim für unbegleitete minderjährige Ausländer zu errichten. Diese Idee steht nach Auskunft des Departements noch immer im Raum. Gemäss Daniela Diener sind die Gespräche zwischen Kanton und Stadt weiterhin im Gang. «Voraussetzungen für eine Unterkunft sind der Abschluss der Gespräche zum Betrieb und zu den Mietdetails, das Vorliegen einer Betriebsbewilligung und der entsprechenden finanzrechtlichen Beschlüsse», erklärt die DGS-Sprecherin.

Mit einem Entscheid sei bis Ende Jahr zu rechnen. Im ehemaligen Altersheim könnten mit geringen baulichen Massnahmen laut dem DGS rund 30 Personen untergebracht werden – «frühestens im Frühjahr 2017», so Diener.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1