Rheinfelden

Der Stadtpark entwickelt sich zu einer neuen Wohlfühl-Oase

Der höhere Wasserstand des Rheins verzögert den Treppenbau.  cob

Der höhere Wasserstand des Rheins verzögert den Treppenbau. cob

Der östliche Stadtpark von Rheinfelden wird komplett neu gestaltet. Und auch der vordere Teil erlebt einige Veränderungen, diese stossen allerdings nicht nur auf Akzeptanz.

Wie eine grüne Insel steht der Stadtpark inmitten von Rheinfelden. Die Leute zieht es bei den sommerlichen Temperaturen in Scharen dorthin. Im östlichen Teil entsteht nun eine Flaniermeile mit Rheinzugang.

Im vorderen Teil des Stadtparks ist es still, fast schon idyllisch. Man hört lediglich ein paar Vögel zwitschern und Kinderlachen. Einige Gehminuten weiter, jenseits des Parkhotels, wird jedoch schwer geschuftet. Der Stadtpark Ost ist inmitten der Umgestaltung zur Fluss-Promenade.

Noch ist von dem neuen Park nicht viel zu erkennen. Das ganze Areal des östlichen Teils ist mit rotweissen Stangen versehen. Lediglich ein rundes, buntes Blumenbeet deutet darauf hin, wie die Wiese schliesslich aussehen könnte.

Direkten Zugang zum Wasser

Das Grundfundament für die Stufenanlage in den Rhein ist gelegt, sie soll Mitte August fertiggestellt sein. Künftig hat man an dieser Stelle direkten Zugang zum Wasser und kann so im Rhein baden. Die Rheinfelderin Marlies Kissling zieht es viel in den Stadtpark. Sie freut sich sehr, dass mit der Treppe in den Rhein endlich eine interessante Bademöglichkeit entsteht. «Das ist schön, ich freue mich schon aufs Baden im Rhein. Sonst hat man hier nämlich kaum eine Möglichkeit direkt zum Wasser zu gelangen.»

Das ganze Projekt umfasst auch die Umgestaltung der grossen Wiese im Stadtpark Ost. Dort sollen ein neuer Spielplatz, eine Liege- und Spielwiese, eine WC-Anlage sowie eine Promenade entstehen. Die Kosten für das Projekt betragen 3,05 Millionen Franken. Der Kredit wurde vor einem Jahr von der Einwohnergemeinde genehmigt.

Teerweg stösst auf Unverständnis

Auch der vordere, westliche Teil des Stadtparks wird etwas aufpoliert. Der einstige Pflastersteinweg wurde geteert und soll noch um einige Sitzbänke ergänzt werden. Der Teerbelag stösst allerdings auf einige Kritik.

Auch die Rentnerin Mia Miczynski ist dem Teer gegenüber skeptisch. Sie frage sich, ob dies nicht, trotz des Fahrverbots, eine Einladung für die Velofahrer sei. «Ich habe schon je-manden mit hoher Geschwindigkeit über den neuen Teerweg fahren se-hen. Das ist einfach falsch, die Strasse ist doch direkt oberhalb des Parks», so die Rentnerin.

Situation beobachten

Franz Ressnig, Leiter der Bauverwaltung Rheinfelden, sieht die Sache nicht so schwarz. Es seien auch schon früher auf dem alten Weg hin und wieder Velofahrer durch den Park gefahren. «Viel machen können wir da nicht. Wir beobachten die Situation. Bei einer Verschlechterung müssten wir uns allenfalls bauliche Massnahmen überlegen», so Ressnig weiter. Es sei nun auf die Vernunft der Velofahrer zu hoffen.

Die Bauarbeiten im Stadtpark Ost werden noch etwas andauern. Die offizielle Eröffnung ist für den Frühling 2013 geplant. Laut Bauverwalter Franz Ressnig wird die Stufenanlage in den Rhein jedoch bereits im nächsten Sommer nutzbar sein.

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