In letzter Sekunde
Der Squashclub Fricktal qualifiziert sich für das Playoff-Turnier

Trotz fünf Niederlagen in Folge haben die amtierenden Vize-Schweizer-Meisterinnen des Squashclubs Fricktal das Ticket für die Playoff-Teilnahme gelöst. Ihre Siegeschancen im Halbfinal-Turnier sehen sie aber als gering.

Fabio Baranzini
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«Ich denke, unsere Siegeschancen liegen etwa bei 20 Prozent»: Nadine Frey zum Halbfinal-Duell gegen Pilatus Kriens. Archiv

«Ich denke, unsere Siegeschancen liegen etwa bei 20 Prozent»: Nadine Frey zum Halbfinal-Duell gegen Pilatus Kriens. Archiv

UWE ZINKE

Die Playoff-Qualifikation war ein hartes Stück Arbeit für die NLA-Spielerinnen des Squashclubs Fricktal. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt mit Siegen gegen die Schweizer Meisterinnen aus Uster und die starken Winterthurerinnen erlitten die Fricktalerinnen einen veritablen Einbruch. Die darauffolgenden fünf Partien gingen nämlich allesamt verloren. Unter anderem auch wegen der Verletzung der Fricktaler Nummer drei, Nathalie Plain, die aufgrund von Knieproblemen nach drei Runden für den Rest der Saison ausfiel.

Doch auch die Leistungsträgerinnen Nadia Pfister und Nadine Frey konnten auf den Positionen eins und zwei nicht immer ihre besten Leistungen abrufen. Und Nathalie Vogel, die für ihre verletzte Namenskollegin auf Position drei auflief, hatte nach der Geburt ihres Kindes weniger trainiert und daher den Matchrhythmus auf NLA-Stufe noch nicht ganz gefunden.

So setzte es für den SC Fricktal in den Rückspielen gegen Uster und Winterthur zwei klare 0:3-Pleiten ab und auch gegen das Schlusslicht Swissair verloren die Fricktalerinnen zwei Mal. «Eigentlich wollten wir mit einem Sieg in der zweitletzten Runde gegen Swissair die Playoff-Qualifikation sicherstellen. Doch das hat nicht geklappt», sagt Nadine Frey.

Die Chance gepackt

Und so standen die Fricktalerinnen vor der letzten Qualifikationsrunde mit dem Rücken zur Wand. Sie brauchten zwei Siege aus drei Einzelpartien, um Swissair zu überholen und die Playoff-Qualifikation doch noch zu schaffen. Doch das war keine einfache Aufgabe, denn die Gegnerinnen waren ausgerechnet die Tabellenführerinnen von Pilatus Kriens. Doch diesmal war das Glück auf der Seite von Nadia Pfister, Nadine Frey und Nathalie Vogel. Kriens reiste nämlich ohne die klare Nummer eins Anna Serme – tschechische Profispielerin und Weltnummer 83 – nach Frick.

Diese goldene Gelegenheit wussten die Fricktalerinnen auszunutzen. Sowohl Nadia Pfister als auch Nadine Frey konnten ihre Einzelpartien sicher in drei Sätzen gewinnen und stellten damit die Playoff-Qualifikation in letzter Sekunde sicher. «Als wir gesehen haben, dass sie ohne ihre Nummer eins gekommen sind, war für uns klar, dass wir gute Chancen haben zu gewinnen», so Frey. «Die Erleichterung war aber dennoch sehr gross, als wir die zwei Punkte geholt hatten, denn wir wollten am Playoff-Turnier unbedingt dabei sein.»

Klare Aussenseiterinnen

An eben diesem Playoff-Turnier, bei dem am kommenden Wochenende die Schweizer Meisterinnen gekürt werden, sehen sich die amtierenden Vize-Schweizer-Meisterinnen des SC Fricktal klar in der Rolle des Aussenseiters. Vor allem im Halbfinalduell mit Pilatus Kriens. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Fricktalerinnen dieselben Gegnerinnen eben noch mit 2:1 hatten schlagen können.

«Kriens wird im Halbfinal sicher wieder in Bestbesetzung antreten. Das bedeutet, dass wir alle eine stärkere Gegnerin haben werden als bei unserem Sieg. Ein Match zu gewinnen, ist dennoch möglich. Damit wir aber gleich zwei Siege holen, muss schon sehr viel zusammenpassen. Ich denke, unsere Siegeschancen liegen etwa bei 20 Prozent», blickt Nadine Frey auf das Halbfinal-Duell voraus.