Kaisten
Der Spiegel eines vielfältigen, von der Gemeinschaft geprägten Dorflebens

Der druckfrische «Kaister Rückspiegel 2013» hält unter anderem eine Überraschung für alt Gemeindeschreiber Georg Winter parat.

Susanne Hörth
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Was auf Gemeindeebene, in der Schule, in den Vereinen aber auch sonst im Jahre 2013 in Kaisten passierte, findet sich in der druckfrischen Jahresschrift wieder.

Was auf Gemeindeebene, in der Schule, in den Vereinen aber auch sonst im Jahre 2013 in Kaisten passierte, findet sich in der druckfrischen Jahresschrift wieder.

Susanne Hörth

Die Nachrichtenflut der täglichen Ereignisse sorgt nicht selten dafür, dass das Geschehen von gestern ganz schnell in Vergessenheit gerät. Der druckfrisch aufliegende Kaister Rückspiegel 2013 will diesem Vergessen entgegenwirken. Seit gestern Montag wird das Buch von Kaister Schülern an den Haustüren verkauft. Pro verkauftes Exemplar geht ein Betrag von 3 Franken in die Klassenkasse.

Der Rückspiegel hält bereit, was sein Name seit nunmehr 35 Jahren verspricht. Er spiegelt das Kaister Dorfleben des jeweils zurückliegenden Jahres in ganz vielen Bereichen wider. Und immer steht dabei der Mensch, die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Diese Gemeinschaft betont denn auch Josef Amsler, bis Ende 2013 Gemeindeammann, in seinem Vorwort ganz besonders.

Überraschung für Georg Winter

Im Bann des Dorfes Kaistens, vielmehr im Banne seines Grossvaters Georg Winter steht Nicolas Winter. Eindrücklich beschreibt der 21-Jährige die spannende Bannwanderung unter Leitung seines Grossvaters. «Ich war wirklich überrascht, als ich den Artikel in Rückspiegel gesehen habe», so Georg Winter am gestrigen Montag gegenüber der Aargauer Zeitung. Er hatte gemeinsam mit Urs Müller den Kaister Rückspiegel vor mehr als drei Jahrzehnten ins Leben gerufen. Während Urs Müller nach wie vor dem Redaktionsteam angehört, hat Georg Winter diese Tätigkeit vor kurzem niedergelegt, unterstützt das Team aber auch heute noch bei der Arbeit. Vom Bannwanderungs-Artikel wusste er vor Erscheinung des Rückspiegels nichts.

Die Überraschung ist gelungen. «Ich bin schon stolz. Natürlich nicht auf mich, sondern auf meinen Enkel und den von ihm geschriebenen Artikel», so Georg Winter. Er hat 17 Mal die jeweils sehr spannende und immer gut besuchte Bannwanderung geleitet. Die von Nicolas Winter ebenso einfühlsam wie auch teils sehr persönlich beschriebene Wanderung ist die Letzte unter der Leitung seines Grossvaters. Dieser hat sich entschlossen, die Geschicke des beliebten Anlasses künftig in jüngere Hände, beziehungsweise an Füsse zu übergeben.

2013 wurde die Poststelle in Kaisten geschlossen, eine Postagentur im Volg integriert. Seit 1855 die erste Postablage in Kaisten eingerichtet wurde, schrieb die Institution rund um Briefe und Pakete im Dorf Kaisten einiges an Geschichte. Diese ist nun im aktuellen Kaister Rückspiegel nachzulesen. Ebenso die Erlebnisse eines jungen Kaisters in aller Welt. Benny Müller ist einer jener Kaister, der zwar eine enge Verbindung zu seiner Schweizer Heimatgemeinde hat, es ihn aber doch immer wieder in die weite Welt hinauszieht. Im Rückspiegel 2013 berichtet er über sein Leben und Arbeiten unter anderem in Südamerika und Asien.

Ab 19. August ist die Dorfchronik auf der Gemeindeverwaltung sowie in den Dorfgeschäften erhältlich.