Eichenwald
Der Specht klopft an und der Käfer krabbelt los

Der Kanton macht mit grossen Infotafeln auf die naturschützerische Aufgabe des Eichwaldreservats am Kaistenbergund Hardwald aufmerksam.

Susanne Hörth
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Mit solchen Infotafeln wie hier im Hardwald Kaisten informiert der Kanton über das Eichenwaldreservat.Fotos: sh

Mit solchen Infotafeln wie hier im Hardwald Kaisten informiert der Kanton über das Eichenwaldreservat.Fotos: sh

Ihre «Haut» ist rissig und rau, ihr Umfang für einen einzelnen Menschen kaum zu umspannen. Und sie sind alt, teils älter als 150-jährig. Mächtig und erhaben bieten Eichen ein Wohlfühlreich für ganze viele Lebensarten. In den Wäldern am Kaistenberg und im Hardwald im Gemeindebann von Kaisten, Eiken, Oeschgen und Sisseln stehen an verschiedenen Orten hölzerne Riesen.

Die vorhandenen Eichen reichen aber nicht, um für ihre wichtige Aufgabe, der Erhaltung der Artenvielfalt, gerecht zu werden. Der Mensch muss aktiv dafür sorgen, dass auch in 100 und mehr Jahren noch genügend Eichenwaldgebiete vorhanden sind. Und so fallen im Staatswald am Kaistenberg und Hardwald zurzeit an verschiedenen Orten grosse Gruppen von rund ein Meter hohen, blaugrünen Plastiksäulen auf. Jede einzelne von ihnen schützt frisch gepflanzte Jungeichen vor dem Verbiss durch Rehe. Im Laufe der Jahre zerfallen die Plastikhülsen.

Im Staatswaldgebiet (im Bild Kaisten) wurden im Frühjahr 1600 Jungeichen gepflanzt.

Im Staatswaldgebiet (im Bild Kaisten) wurden im Frühjahr 1600 Jungeichen gepflanzt.

Vertraglich abgestützt

Die Ortsbürgergemeinden Kaisten, Eiken, Oeschgen und Sisseln sowie der Kanton Aargau haben schon vor einiger Zeit entschieden, auf rund 420 Hektaren ein Eichenwaldreservat zu schaffen. Vertraglich und mit einer Laufzeit von 50 Jahren wird unter anderem geregelt, wie viele Eichen stehen bleiben und wie viele Hektaren Eichen-Jungwald geschaffen werden sollen. Kanton und Bund entschädigen die Waldeigentümer zugunsten der so geschaffenen Biodiversität. Mit grossen Tafeln wird nun neu den Besuchern im Eichenwaldreservat Hardwald Kastenberg umfassende Informationen rund um die naturschützerische Funktion eines Eichenwaldes anhand von Text und Bildern aufgezeigt.

Wichtiger Lebensraum für Tiere

Waldgebiete mit diesem Baumvorkommen sind für den Mittelspecht lebenswichtig. Aber nicht nur dieser Vogel bekommt dank den Eichenwaldprojekten den notwendigen Lebensraum. Auch andere Tier- und Insektenarten sowie viele Pflanzen fühlen sich in Eichenwälder sehr wohl. Mit der Pflanzung von jungen Eichen auf speziell ausgewiesenen Reservaten wird dieser für so viele Tiere und Pflanzenarten wichtige Lebensraum auch für die Zukunft geschaffen.

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