Kaisten
Der Shinkendo-Gründer persönlich leitete das Kampftechnik-Seminar

Kampfrufe erfüllten die Sporthalle in Kaisten: Sportlerinnen und Sportler in weiss-schwarzen Gewändern übten die Shinkendo-Kampftechnik. Dabei handelt es sich um einen traditionellen Schwertkampf der japanischen Samurai.

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Shinkendo in der Turnhalle von Kaisten
7 Bilder
Trainingseinheit mit Toshishiro Obata in der Sporthalle Kaisten
Volle Konzentration bei den Teilnehmerinnen
Partnerübung am Shinkendo-Seminar in Kaisten
Stock-Kampf wird verfeinert
Die Bewegungen mit dem Stock werden geübt
Der Meister zeigt, wie es gemacht wird

Shinkendo in der Turnhalle von Kaisten

AZ

Geleitet wurde das dreitägige Shinkendo-Seminar aus Anlass des 15-jährigen Bestehens von Shinkendo in der Schweiz vom Gründer dieser Sportart persönlich: Toshishiro Obata war extra aus Los Angeles (USA) angereist und unterwies in Kaisten rund drei Dutzend Trainierende in der Kampftechnik.

Die Aspekte des Schwertkampfs gezeigt

Wie Marc Schaffner, Mediensprecher von Shinkendo Schweiz, gegenüber der Aargauer Zeitung ausführte, schätzten sich die Trainierenden aus mehreren Ländern Europas, die am Seminar in Kaisten teilnahmen, sehr glücklich, vom Gründer der Sportart unterwiesen worden zu sein. In der Kaister Sporthalle vertiefte der aus einer japanischen Samurai-Familie abstammende Toshishiro Obata mit ihnen die verschiedenen Aspekte des Schwertkampfes, wie Partnerübungen, Schnittübungen, Schwert ziehen, Zwei-Schwert-Technik, Dolch- und Stockkampf. In der Schweiz wird Shinkendo in den Trainingszentren Basel, Effingen, Aarau und Bern trainiert.

Es befanden sich unter den Beteiligten Anfänger mit einigen Monaten Erfahrung, aber auch höher Gradierte. Insgesamt lagen die Seminar-Teilnehmer wohl im guten Mittelfeld und konnten gut mit dem angeschlagenen Tempo mithalten. Es zeigte sich, dass sich das konstante, wöchentliche Training auszahlt. «Es gibt keinen grossen Unterschied zwischen den Schülern in den USA (inklusive der dortigen Japaner) und in Europa, da Toshishiro Obata und sein Sohn regelmässig nach Europa reisen und Seminare geben. In der Schweiz war Toshishiro Obata bereits mehrere Male, das letzte Mal 2005. Es liegt ihm sehr daran, dass Shinkendo überall auf der Welt auf dieselbe Weise trainiert wird», war von Marc Schaffner weiter zu erfahren.

Schule in Effingen/Basel 1998 eröffnet

1997 war das erste Mal, dass Toshishiro Obata in Europa Interessierte fand, die Shinkendo erlernen und auch eine eigene Schule gründen wollten. 1998 wurden dann zeitgleich die ersten zwei Schulen Europas eröffnet, eine war in Ungarn, die andere war diejenige von Josef Sturm in Effingen/Basel, die Dynamic-Sports-Schule.

Der Nachfahre der Samurai, Toshishiro Obata, kam letzten Dienstag in der Schweiz an und wird nächsten Dienstag wieder abreisen. Als Rahmenprogramm gab es bisher für ihn ein Sightseeing in Thun mit einer Fahrt auf den Niesen. Er besichtigt auch noch die Stadt Basel. (chr)

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