Die ältere Generation in der Zähringerstadt darf sich auf einen effektiv und engagiert arbeitenden Verein mit rund 500 Mitgliedern stützen: Senioren für Senioren, kurz SFS genannt, zeichnet sich nicht nur durch ein interessantes Veranstaltungsprogramm aus. Und es gibt keine Scheu, Themen wie Alters- und Pflegeheime oder kommunale Seniorenpolitik in die öffentliche Diskussion zu transportieren und auch Positionen zu beziehen.

Eine wichtige Aufgabe sieht der Verein ferner darin, eine stattliche Reihe von Dienstleistungen zu organisieren, also betagten Mitmenschen zu helfen. Dazu zählen die Vermittlung von Leuten für leichte Gartenarbeiten wie Rasenmähen oder Laubwischen, Schreibarbeiten oder Assistenz bei Behörden, aber auch Botendienste, Wohnungs- oder Haustierbetreuung bei Abwesenheit. Service für Senioren, so könnte das Vereinskürzel sogar interpretiert werden.

Eigenes Büro in der Altstadt

Die organisatorischen Fäden laufen im Büro «Drehscheibe» an der Kuttelgasse 18 zusammen. Bei einem spontanen Besuch trifft die Aargauer Zeitung dort an diesem Donnerstag Anne Wanner und Hans Glaser an; sie ist für Veranstaltungsplanung und Administration zuständig, er amtet als Kassierer. Die Vorbereitungen für die 16. Mitgliederversammlung des Vereins am 7. März im Pfarreizentrum «Treffpunkt» sind abgeschlossen, Traktanden und Jahresbericht längst verschickt.

So dürfen sich die beiden im Büro einerseits dem Telefondienst und der Mail-Beantwortung widmen, andererseits das Jahresprogramm 2013 durchdiskutieren. «Wir können unseren Mitgliedern sicher wieder viel Interessantes bieten», zeigt sich Hans Glaser schon mal optimistisch. Und Anne Wanner: «Die Begegnungen und der Gedankenaustausch sind uns sehr wichtig.»

Am 6. Mai bittet der Verein SFS in die Stadtbibliothek, wo Mitglieder bei einem guten Kaffee ihre Lieblingsbücher vorstellen dürfen. Am 13. Juni wird es politisch, wenn im reformierten Kirchgemeindehaus an der Roberstenstrasse die Gemeinderatskandidaten auf Herz und Nieren geprüft werden. Am 28. August gilt dem Laufenburger Bildhauer Erwin Rehmann ein Besuch. Die Besichtigung der Schiffsverladestelle Frey AG in Kaiseraugst ist für 24. September geplant. Um flexibel zu bleiben, gibt es im November eine Info-Veranstaltung zu einem aktuellen Thema.

Die Kaiserstrasse beschäftigte

Der nun vorliegende Jahresbericht 2012 lässt das gesellschaftspolitische Engagement erkennen. Die geplante Neugestaltung der Kaiserstrasse beschäftigte den SFS-Vorstand: «Wir hatten die Wünsche und Bedürfnisse der älteren Bevölkerung bei Gemeinde und Kanton deponiert.» Da ging es beispielsweise um optimale Hilfen bei der Strassenüberquerung oder Ausgestaltung der Bushaltestellen. Doch als «zentrales Thema» bewertet der Verein nach wie vor Planung und Bau des neuen Wohn- und Pflegezentrums im Salmenpark. «Künftig gibt es weitere Informationen über den Baufortschritt», verspricht der Vorstand.

Noch eins versichert er vor der nächsten Generalversammlung: «Wir werden nicht müde, als Verein aktiv am Leben teilzunehmen.»

Infos auch unter www.sfs-rheinfelden.ch oder kontakt@sfs-rheinfelden.ch