Kaiseraugst

Der Samichlaus wird mit der Fähre von ennet dem Rhy abgeholt

Der Samichlaus und seine Schmutzli beschenken nach ihrer Fährefahrt über den Rhein in Kaiseraugst die wartenden Kinder. hcw

Der Samichlaus und seine Schmutzli beschenken nach ihrer Fährefahrt über den Rhein in Kaiseraugst die wartenden Kinder. hcw

Bevor die Rheinfähre eingewintert wird, holt sie Sankt Nikolaus und seine Schmutzli ab. Auf Schweizer Seite werden dann die Kinder beschenkt. So auch wieder am Dienstagabend.

Weil der Samichlaus im Schwarzwald zu Hause ist, setzten er und seine Schmutzli mit der Rheinfähre von Badisch-Rheinfelden über. Am anderen Ufer, in Kaiseraugst, sahen die zahlreich erschienenen Kinder mit ihren Eltern die Laternen der Schmutzli schon von Weitem. An der Anlegestelle warteten sie schon sehnsüchtig auf die Ankunft der bärtigen Gesellen. Gemeinsam ging es dann durch die Gassen bis zur römisch-katholischen Kirchengemeinde «St. Gallus und Othmar». Dort, vor der Pforte, nahmen der Nikolaus und seine Schmutzli Aufstellung, um die Kinder mit je einem Päckchen Süssigkeiten zu belohnen. Es waren so viele gekommen, dass die Prozedur über eine Stunde dauerte.

Anschliessend konnten sich die Geschenkebringer im Gemeindehaus aufwärmen und sich für den kommenden Einsatz stärken. Am 5. und 6. Dezember sind sie wieder in Gruppen unterwegs, um 55 Haushalten einen Besuch abzustatten. Dann hat der Nikolaus in seinem roten grossen Buch alle wichtigen Informationen über das zu beschenkende Kind beisammen. Und auch wenn nicht immer alle nur brav waren - die Rute lässt er stets stecken.

Seit 1993 veranstaltet die Ehrengesellschaft Sankt Nikolaus den vorweihnachtlichen Brauch in Kaiseraugst. Das Geld zum Kauf von Nüssen, Mandarinen, Lebkuchen und was sonst noch so alles in den Säckli ist, bekommt der Verein von der Ortsbürgergemeinde, der auch der Fährbetrieb untersteht.

Die prächtigen Gewänder haben die Vereinsfrauen zu Beginn der Aktion selbst genäht. Alles was die Eltern der zu Hause beschenkten Kinder dem Nikolaus und seinen schwarzen Helfern spenden, kommt einer Organisation zugute, die sich zum Wohl von Kindern engagiert. In der Regel kommen so zwischen 3000 bis 4000 Franken zusammen.

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