Rheinfelden

«Der Saisonstart ist geglückt» – so geschäftete die Buvette in Coronazeiten

Katja Zeindlers Mutter Edith hilft bei der Buvette aus.

Katja Zeindlers Mutter Edith hilft bei der Buvette aus.

Corona war für die Buvette im Rheinfelder Stadtpark nicht das grösste Problem – sondern vielmehr das wechselhafte Wetter.

Im Stadtpark herrscht Ferienstimmung. Ein paar junge Leute spielen auf der Wiese das Wikingerspiel Kubb, andere haben es sich auf Badetüchern oder in Liegestühlen bequem gemacht, lesen ein Buch, hören Musik oder lassen sich ganz einfach die Sonne auf den Bauch scheinen. Mittendrin in all der Entspanntheit an diesem sonnigen Nachmittag: die Buvette von Katja Zeindler. Auf den Stühlen entspannen ihre Gäste, trinken ein kühles Bier oder schlecken Glace.

Seit 2017 betreibt Zeindler die Buvette Rhybar im Stadtpark West, 2018 kam der Kiosk im Stadtpark Ost dazu. Sie sind gerade bei Spaziergängern und Rheinschwimmern beliebt. Inzwischen beschäftigt Zeindler fast ein Dutzend Teilzeit-Mitarbeitende sowie Helferinnen und Helfer. «Der diesjährige Saisonstart ist geglückt – jedenfalls, wenn das Wetter mitgespielt hat», sagt sie mit einem Lachen. Das wechselhafte Wetter und die teils wenig genauen Prognosen im Juni haben die Planungen und den Betrieb erschwert. Denn die Buvette und der Kiosk haben nur offen, wenn es schön ist. Über die Öffnungszeiten informiert Zeidler tagesaktuell auf Facebook.

Das Wetter hat Zeindler in den vergangenen Wochen somit fast mehr beschäftigt als die Coronapandemie. Natürlich – das Virus war auch bei Zeindler ein Thema. Auf einem Tisch steht Desinfektionsmittel, der Kassenbereich wird durch eine Scheibe geschützt und neben dem Wagen stehen Kisten bereit. Die Gäste sind angehalten, die leer getrunkenen Gläser und Flaschen dort selber zu entsorgen, um den Kontakt mit dem Personal gering zu halten. «Wir mussten einige organisatorische und betriebliche Anpassungen vornehmen. Aber es hat sich alles gut eingependelt. Gerade, was die Abstandsregel zwischen den Tischen angeht, hatten wir keinerlei Probleme», sagt Zeindler. Platz für die Tische und Sitzgelegenheiten gibt es rund um die Buvette genug.

Besseres Geschäft dank Corona?

Umso glücklicher blickt Zeindler nun auf die Wetterprognosen jetzt zum Sommerferienstart. «Bei schönem Wetter ist immer wahnsinnig viel los», sagt sie. Da müssen schon mal einige Flaschen Bier und andere Getränke im Tiefkühler vorgekühlt werden, weil die Kühlschränke vor Ort nicht genug Kapazitäten haben. «Alles eine Frage der Organisation», sagt Zeindler lachend. Sie rechnet damit, dass der Ansturm in diesem Jahr sogar noch etwas grösser wird als in den Vorjahren – coronabedingt. «Viele Leute gehen dieses Jahr nicht ins Ausland in die Ferien und verbringen diese in der Region», sagt sie. Der Rhein dürfte da als Naherholungs­gebiet eine beliebte Alternative zum Strand in Spanien, Italien oder sonst wo sein. Und nicht nur das: Die Schwimmbäder in der Region dürfen derzeit nur eine beschränkte Anzahl Gäste begrüssen. «Vielleicht zieht es da den einen oder anderen stattdessen an den Rhein», sagt Zeindler. Schliesslich herrscht auch dort Ferienstimmung.

Verwandtes Thema:

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

Meistgesehen

Artboard 1