Rheinfelden
Der Rheinfelder Stadtrat Oliver Tschudin gibt sein Amt ab

Oliver Tschudin kandidiert im Herbst nicht mehr für den Stadtrat. Nach zwei Amtszeiten ist Schluss. Tschudin nennt familiäre und berufliche Gründe für den Entscheid – und den guten Zustand, in dem er sein Ressort Bau und Planung übergeben könne.

Nadine Böni
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Oliver Tschudin auf dem Inseli, einem der Orte, die er als Stadtrat verändern konnte.

Oliver Tschudin auf dem Inseli, einem der Orte, die er als Stadtrat verändern konnte.

Nadine Böni

Redet er von seinem Amt, gerät der Rheinfelder SP-Stadtrat Oliver Tschudin ins Schwärmen. Die Arbeit im Ressort Bau und Planung mache grossen Spass. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung funktioniere hervorragend. Und im Stadtrat herrsche ein Klima, dank dem es mit der Stadt Rheinfelden vorwärts gehe. «Baustadtrat in Rheinfelden - das ist eines der interessantesten Ämter im Kanton Aargau», sagt Tschudin.

Trotzdem - oder gerade deshalb: Oliver Tschudin tritt im Herbst nicht mehr zur Wahl an. Er gibt sein Amt als Stadtrat auf Ende Jahr ab. Für ihn sei der Entscheid schon länger gefallen, sagt Tschudin.

Berufliche und familiäre Gründe

Bereits bei seiner Wahl 2005 stellte er klar, dass er weiterhin Zeit für seine Familie haben wolle. Er reduzierte deshalb sein Pensum in der Abteilung Raumplanung des Kantons Aargau mit Amtsantritt als Stadtrat auf 60 Prozent.

Seit rund eineinhalb Jahren ist Tschudin nun allerdings Partner und Mitglied der Geschäftleitung eines Raumplanungsbüros in Zürich. Der neue Job, die Familie und das Amt als Stadtrat bedeuten eine mehr als volle Agenda. «Das ist ein Zustand, den ich nicht noch einmal vier Jahre verlängern möchte», sagt Tschudin.

«Ressort ist auf gutem Weg»

Kommt hinzu, dass er sein Ressort auf einem guten Weg sieht: Das Ressort sei gut aufgestellt - gerade auch mit dem neuen Stadtbaumeister Urs Affolter. Zudem seien wichtige Projekte abgeschlossen, angestossen und geplant. «Ich übergebe keine Baustelle», sagt Tschudin.

Die Entwicklung der Schifflände, verschiedene grosse Bauten, das Energiestadtlabel oder der Richtplan Landschaft und Erholung - es sind nur einige der Projekte, die unter Tschudin abgeschlossen werden konnten. «Wenn ich sie aufzähle, merke ich erst, wie viele es sind», sagt er und spricht davon, wie zufrieden ihn das mache. «Dass die Arbeit im Rat, in der Verwaltung und im Ressort so konstruktiv läuft, ist nicht selbstverständlich.»

Claudia Rohrer als Nachfolgerin?

Am Freitag trifft sich die Rheinfelder SP zur Generalversammlung. Dann wird der Vorstand ihre zwei Kandidaten für die Stadtrats-Wahl vorschlagen: Brigitte Rüedin (bisher) und Claudia Rohrer, Präsidentin der SP Rheinfelden.

Bevor Tschudin aber an seine Nachfolge denkt, stehen noch wichtige Monate als Stadtrat bevor - und der Abschluss eines weiteren grossen Projekts: die Einweihung des Stadtparks im Frühling. «Darauf freue ich mich wirklich», sagt Tschudin. Und wieder gerät er ins Schwärmen.

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