Die Reha Rheinfelden vergrössert ihre Klinik um einen neuen viergeschossigen Erweiterungsbau im östlichen Teil des Campus. Eine neue geriatrische Abteilung wird entstehen, weitere Bereiche der Klinik werden zudem modernisiert und umgenutzt. Die Zahl der Betten wird auf 204 erhöht.

Nachdem im September 2016 der Spatenstich erfolgte, konnte diese Woche nach einer knapp einjährigen Bauzeit im Beisein des Stiftungsrates, der Baukommission, der Klinikleitung sowie allen am Bau beteiligten Personen das Richtfest feierlich vollzogen werden. Stiftungsrat, Klinikleitung und Baukommission würdigten die erbrachte Arbeit und das Einhalten des ambitionierten Zeitplans.

Nun werde der Innenausbau vorangetrieben um die geplante Inbetriebnahme im Spätsommer 2018 sicherzustellen, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Ausbau der Geriatrie

Mit dem Erweiterungsbau «Reha Ost» wird die aus dem Leistungsauftrag vom Frühjahr 2015 entwickelte geriatrische Abteilung modernisiert und vergrössert. So sind für diese Abteilung 20 Betten im neuen Trakt geplant. «Im Gesundheitsmarkt spielt neben der medizinisch-rehabilitatorischen Kompetenz die Qualität der baulichen Infrastruktur eine zentrale Rolle», heisst es in der Mitteilung.

Der Fokus der Gestaltung des Neubaus liegt unter anderem darauf, den Bedürfnissen der geriatrischen Patienten gerecht zu werden. Dazu zählen spezielle Ansprüche an die Laufwege, eine automatisierte Lichtsteuerung, ein eigener Speisesaal und eine adäquate Ausstattung für therapeutische Programme.

Durch den Erweiterungsbau können zudem nicht mehr zeitgemässe Zimmer im alten Kliniktrakt ersetzt und umgenutzt werden. Auch die Bettendisposition wird durch die baulichen Massnahmen entlastet und Schwerbetroffenen eine grössere Anzahl Zimmer zur Verfügung gestellt werden.

Kurszentrum wird vergrössert

Der Ersatz der alten Zimmer durch neue Räumlichkeiten im Erweiterungsbau mache die Reha Rheinfelden gerade auch für privat versicherte Patientinnen und Patienten «nochmals attraktiver», so die Reha. Generell werde aber der neue Trakt für Versicherte aller Klassen eine spürbare Komfortverbesserung bringen.

Auch das ambulante Zentrum Curativa und das Kurszentrum der Reha Rheinfelden sowie die medizinische Trainingstherapie (Medical Fitness) werden vom neuen Gebäudetrakt profitieren: So entstehen zusätzliche Therapieräume für das ambulante Zentrum, welches in den letzten Jahren gewachsen ist.

Das Kurszentrum wiederum hat mit seiner Entwicklung die räumlichen Kapazitätsgrenzen erreicht und kann im neuen Trakt weiter ausgebaut werden. Und schliesslich wird auch der Bereich Medical Fitness modernisiert und vergrössert.

Bau kostet 25 Millionen Franken

Die Kosten für den Erweiterungsbau und die geplanten Sanierungsarbeiten belaufen sich auf rund 25 Millionen Franken. «Diese Investitionen werden massgeblich dazu beitragen, dass die Reha Rheinfelden langfristig gut aufgestellt sein wird und mit weiter verbesserter Infrastruktur eine konstant hohe Qualität bieten und ihre Marktstellung behaupten kann», heisst es.

Die Inbetriebnahme des neuen Trakts «Reha Ost» ist für Spätsommer 2018 geplant. Die Sanierungen und Umnutzungen in den bestehenden Gebäuden dauern voraussichtlich bis Mitte 2019. Heute zählt die Reha 430 Vollzeitstellen, die sich um die 560 Mitarbeiter teilen. Nach Bauende wird die Zahl der Beschäftigten um rund 20 Stellen steigen.(az)