Gipf-Oberfrick
Der Pferdehandel zieht vom Zentrum an den Dorfrand

Die Baugesuche für Reithalle und Wohnhaus sowie für die Verlängerung der Hofackerstrasse liegen ab heute öffentlich auf.

Marc Fischer
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Der Reit- und Handelsstall Mettauer will am Dorfrand von Gipf-Oberfrick eine Reithalle mit Stallungen, Aussenplätzen und ein Wohnhaus errichten.

Der Reit- und Handelsstall Mettauer will am Dorfrand von Gipf-Oberfrick eine Reithalle mit Stallungen, Aussenplätzen und ein Wohnhaus errichten.

Marc Fischer

Der Reit- und Handelsstall Mettauer, der von Benno Mettauer in der dritten Generation im Gipf-Oberfricker Dorfzentrum geführt wird, möchte ins Gebiet Bluemet aussiedeln. Dort soll eine 67,5 Meter lange und 36 Meter breite Halle entstehen, die neben einem Reitplatz von rund 1235 Quadratmetern auch 28 Pferdeboxen, drei Einzimmer-Studios und Lagerräumlichkeiten beinhaltet.

Die Pläne für das Gebiet bestehen schon länger

Daneben sind auf dem Areal mehrere Aussenplätze, eine Führanlage sowie ein Doppeleinfamilienhaus geplant. Ein entsprechendes Baugesuch liegt ab heute und bis zum 2. August auf der Gemeindekanzlei öffentlich auf. Ein Baugesuch der Gemeinde Gipf-Oberfrick liegt in diesem Zeitraum ebenfalls auf. Zur Erschliessung der Parzellen, auf denen der Reit- und Handelsstall entstehen soll, wird die Hofackerstrasse verlängert.

Die Kosten von rund 275 000 Franken gehen laut Gemeindeschreiber Urs Treier zulasten der Anstösser der Strassenverlängerung. Die Pläne für das Gebiet bestehen schon länger. Eine erste Orientierung der Anstösser erfolgte bereits vor knapp zwei Jahren. «Für die noch unbebauten Parzellen der Gewerbezone bestand eine Sondernutzungsplanpflicht», erklärt Urs Treier. In der Zwischenzeit seien der Erschliessungs-/Gestaltungsplan erarbeitet und die Sondernutzungsvorschriften erlassen worden.

Klare Regelungen

Die Erschliessung der Parzellen erfolgt nun über das Wohngebiet. Da für den Reithandel nur eine minime Verkehrsnutzung erwartet werde, sei dies gut vertretbar, so Urs Treier. Die Sondernutzungsvorschriften sollen zudem garantieren, dass die Wohnqualität der angrenzenden Wohnquartiere gewahrt bleibt. So ist zum Beispiel festgelegt, dass auf dem Areal keine öffentlichen Pferdesportveranstaltungen abgehalten werden dürfen. Auch bauliche Vorgaben – die Reithalle muss ein Satteldach und eine Fassade, die zu mindestens zwei Dritteln aus Holz besteht aufweisen – sind darin festgehalten.

Photovoltaikanlage vorgesehen

Auf einer Dachfläche soll die Gemeinde zudem eine Photovoltaikanlage errichten können. Ein erstes Projekt, das eine Finanzierung via Strompakete, die von den Einwohnern gekauft werden, vorsah, ist im Frühling am Veto der Energie Oberes Fricktal (EOF) AG gescheitert. Laut Urs Treier ist aber weiterhin eine Solaranlage auf dem Dach geplant. «Wir sind in Gesprächen mit der EOF», so Treier. Für ein entsprechendes Projekt müsste dann ein separates Baugesuch eingereicht werden.