Laufenburg
Der neue Wärmeverbund ist mit 16 Liegenschaften deutlich kleiner als geplant

Weniger Liegenschaftsbesitzer als erwartet haben die Verträge unterschrieben, um sich an den Wärmeverbund anschliessen zu lassen. Erste Heizperiode soll ab Oktober 2017 laufen. Der Endpreis soll bei 18 Rappen pro Kilowattstunde liegen.

Marc Fischer
Drucken
Teilen
erzeit werden in Laufenburg die Werkleitungen saniert (im Bild die Baustelle im Hinteren Wasen). Gleichzeitig werden auch die Leitungen für den Wärmeverbund verlegt.

erzeit werden in Laufenburg die Werkleitungen saniert (im Bild die Baustelle im Hinteren Wasen). Gleichzeitig werden auch die Leitungen für den Wärmeverbund verlegt.

Aargauer Zeitung

In der Laufenburger Altstadt entsteht ein Wärmeverbund. Die Stimmbürger haben ihr Okay dafür bereits an der Gemeindeversammlung im November 2014 gegeben und einen Kredit über 2,3 Millionen Franken genehmigt. Mittlerweile sind die entsprechenden Verträge zwischen der Stadt und den Liegenschaftsbesitzern unterzeichnet worden. Nach Auskunft des stellvertretenden Gemeindeschreibers, Marco Waser, werden 16 Liegenschaften angeschlossen, allesamt liegen im Umkreis des Alten Grundbuchamtes. Es handelt sich dabei um 13 Liegenschaften in Privatbesitz – darunter auch die altersbetreuten Wohnungen, die auf dem Binkert-Areal beim Bahnhof im Bau sind.

Darüber hinaus werden zwei gemeindeeigene Liegenschaften – der Kindergarten Wasentor und nach der Sanierung das Alte Grundbuchamt inklusive Anbau – an den Wärmeverbund angeschlossen. Für die Liegenschaft Grimmer in der Gerichtsgasse sei ein Anschluss ebenfalls angedacht, so Waser. «Hier liegt der Entscheid jedoch bei den Ortsbürgern.»

Perimeter verkleinert

Ursprünglich war geplant, den Wärmeverbund über grössere Teile auszudehnen. «Es gab letztlich zu wenig Anschlusswillige», erklärt Waser die Verkleinerung des Projekts. In einer ersten Umfrage vor zwei Jahren habe sich noch ein grösseres Interesse abgezeichnet. Bei einigen Hauseigentümern hätten sich jedoch die Pläne geändert, anderen waren die Kosten zu hoch. «Im Zuge der Werkleitungssanierung werden im Moment auch die Leitungen für den Wärmeverbund verlegt», so Waser. «Die Kosten werden über die Anschlussgebühr auf die Liegenschaftsbesitzer umverteilt.» Hinzu kommen für die Hausbesitzer aber noch die Kosten für die Verteilung im Innern der Liegenschaft. Deshalb hat Stadtammann Herbert Weiss auch Verständnis, «dass nicht alle Liegenschaftsbesitzer die Kosten für den notwendigen Umbau zum Anschluss an den Wärmeverbund momentan stemmen können.» Aufgrund der Absichtserklärungen hätte er zwar «etwas mehr definitiv unterschriebene Verträge» erwartet, so Weiss weiter, aber: «Ich werte den heutigen Stand des Wärmeverbundes als Erfolg und bin stolz darauf, etwas geschaffen zu haben, was vor wenigen Jahren noch unmöglich schien.»

Immerhin gibt es neben den 13 Unterzeichnern auch noch Liegenschaftsbesitzer, die eine Vereinbarung unterzeichnet haben, aber nicht bereits in der ersten Heizperiode Wärme beziehen, sondern erst später einsteigen.

Zentrale im Alten Grundbuchamt

Diese erste Heizperiode soll nach Auskunft von Marco Waser ab Oktober 2017 laufen. Die Heizzentrale wird im Alten Grundbuchamt eingerichtet. Sie wird mit Holzschnitzeln aus dem Laufenburger Forst befeuert. «Die Kesselleistung beim Start wird 550 Kilowatt betragen», so Waser, «ein Endausbau auf bis zu 910 Kilowatt ist jedoch geplant.» Die jetzigen Berechnungen gehen von einem Endpreis für die angeschlossenen Liegenschaften von 18 Rappen pro Kilowattstunde aus.

Aktuelle Nachrichten