Gipf-Oberfrick
Der neue Gnomon zeigt, welche Stunde geschlagen hat

Auf der Sonnenuhr an der Landstrasse in Gipf-Oberfrick kann die Zeit wieder abgelesen werden. Es wurde ein neuer Gnomon montiert, nachdem der ursprüngliche Schattenzeiger über die Jahreswende von jemandem abgerissen wurde und verschwunden blieb.

Walter Christen
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Der neue Schattenzeiger auf der Sonnenuhr an der Landstrasse in Gipf-Oberfrick ist ein massives Stück, aus Aluminium gearbeitet. – Foto: chr

Der neue Schattenzeiger auf der Sonnenuhr an der Landstrasse in Gipf-Oberfrick ist ein massives Stück, aus Aluminium gearbeitet. – Foto: chr

Seit 1998 steht beim Grundstück an der Landstrasse 54 in Gipf-Oberfrick eine vom Trottoir aus frei zugängliche, massive Sonnenuhr aus rotem Strassburger Sandstein. Die Metallplatte auf der Oberseite enthält Angaben, damit die Zeit abgelesen werden kann. Doch dazu ist auch ein Gnomon (Schattenzeiger) nötig, der seinen Schatten auf die betreffende Stelle wirft. Dieses Bronzestück kam leider über die Jahreswende abhanden. Wer das Teil, das bis heute nicht wieder aufgefunden werden konnte, abgerissen hat, ist nicht bekannt. Heinerich Häseli, der die Sonnenuhr samt dem Land, auf dem sie bei seinem Grundstück steht, der Gemeinde geschenkt hatte, setzte sich für die Beschaffung eines neuen Schattenzeigers ein, wie er der Aargauer Zeitung schilderte.

Den neuen Gnomon aus Aluminium produzierte die Maschinenfabrik Müller in Frick auf einer Apparatur, die das Werkstück auf fünf Achsen nach einem speziellen Programm bearbeiten konnte. Die Programmierung nahm Martin Hürzeler vor. «Passiere, was wolle – das Programm für die Herstellung eines Schattenzeigers ist jetzt bei der Maschinenfabrik Müller gespeichert», freut sich Heinerich Häseli. Der massive Schattenzeiger wurde von Hermann Hinden mit zwei Bolzen und Zweikomponentenleim auf der Sonnenuhr befestigt.

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