Frick

«Der Markt ist ein Treffpunkt»

Hans-Peter Schmid (vorne links) verlässt nach 12 Jahren die Fricker Marktkommission mit (v.l.) Stephan Böller, Fabian Friedli, Thomas Stöckli und Daniel Suter.

Hans-Peter Schmid (vorne links) verlässt nach 12 Jahren die Fricker Marktkommission mit (v.l.) Stephan Böller, Fabian Friedli, Thomas Stöckli und Daniel Suter.

Hans-Peter Schmid hört nach 12 Jahren in der Marktkommission auf. Ein Rück- und Ausblick.

Hans-Peter Schmid erinnert sich noch genau. Auf einer Reise ins Tessin war es, als Thomas Stöckli ihn überzeugte, ein Amt in der Marktkommission zu übernehmen. «Er überredete mich», sagt Schmid mit einem Lachen. Wobei: Bereut hat er es nie, Ja gesagt zu haben. 12 Jahre sind die Reise und seine Zusage inzwischen her. Jetzt nimmt Schmid Abschied von der Kommission. «Es ist Zeit, Jüngeren Platz zu machen.» Seinen Nachfolger wird die Kommission im kommenden Jahr bekannt geben.

In seiner Zeit in der Kommission sei der Markt «im Grossen und Ganzen gleich geblieben», sagt Schmid. «Der Markt ist immer noch ein Treffpunkt für die Leute aus der Region. Hier kommt man hin und hält einen kurzen Schwatz.» Aber klar: Als Mitglied in der Marktkommission bekam Hans-Peter Schmid auch mit, dass es eben doch kleine Veränderungen gab und gibt.

Etwa im Verhalten der Kunden: Früher seien viele Leute gezielt für einen Kauf gekommen, erzählt er. Da hätten die Kunden teilweise schon vor dem Markttag angerufen und sich erkundigt, ob ein bestimmter Marktfahrer komme, weil sie noch etwas bei ihm besorgen wollten. «Heute werden die Käufe eher spontan getätigt», so Schmid.

Konkurrenz aus dem Internet

Daneben sind die Unterschiede zwischen den Branchen gewachsen. Der Bereich «Food» etwa läuft derzeit gut. An den Essensständen ist gerade über Mittag viel los. Auch Anbieter von speziellen Produkten – Tees etwa oder Gewürze – fänden Kundschaft. Schwer haben es hingegen die Anbieter von Kleidern. «Hier merkt man die Konkurrenz aus dem Online-Handel schon», sagt Schmid. «Der Markt ist das Spiegelbild der Wirtschaft.»

Die Alarmglocken läuten bei der Marktkommission deswegen aber noch nicht. «Der Markt hat in seiner über 300-jährigen Geschichte viele Veränderungen durchgemacht», sagt Marktchef Fabian Friedli. Er betont, dass er nach wie vor jedes Mal fünf bis zehn Absagen an Marktfahrer schreiben müsse. «Der Hauptmarkt ist immer voll», sagt er.

Noch mehr ein Treffpunkt

Trotzdem hat sich die Kommission im Frühjahr zu einer Veränderung entschlossen: Der Frühlingsmarkt, eigentlich traditionell auf den zweiten Montag im Mai terminiert, findet ab 2018 am Pfingstmontag statt. Damit will die Kommission Berufstätigen die Chance geben, den Markt zu besuchen.

Überhaupt soll der Markt verstärkt als gesellschaftlicher Anlass wahrgenommen werden – eben ein Treffpunkt für Alteingesessene, Zugezogene und Gäste aus der Region. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch die Gastronomie im Dorf. Hans-Peter Schmid erinnert sich an Zeiten, in denen sämtliche Beizen während des Marktes rappelvoll waren. «Deshalb ist es wichtig, dass der ‹Rebstock› wieder offen hat.»

Er selber wird in Zukunft dort auch einkehren. Bei einem privaten Besuch am Markt, mit seiner Frau und den Enkeln. «Darauf freue ich mich richtig», sagt Schmid.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1