Laufenburg
Der Lachs ist das Aushängeschild

Am Schweizerischen Tag der Fischerei standen die Fischerzunft der Stadt Laufenburg und der Fischerverein Kaisten standen am Samstag bei der Laufenbrücke der interessierten Bevölkerung Rede und Antwort über ihr Metier.

Peter Schütz
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Informieren über die Fischerei und den Lachs: Alfred Künzli, Zunftmeister der Fischerzunft der Stadt Laufenburg, Ulrich Germann und Sigi Brunner (v.l.).

Informieren über die Fischerei und den Lachs: Alfred Künzli, Zunftmeister der Fischerzunft der Stadt Laufenburg, Ulrich Germann und Sigi Brunner (v.l.).

Peter Schütz

Die Fischerzunft der Stadt Laufenburg und der Fischerverein Kaisten standen am Samstag bei der Laufenbrücke der interessierten Bevölkerung Rede und Antwort über ihr Metier. Dabei informierten sie unter anderem über das Lachsprojekt 2020. Die Laufenburger Fischer um ihren Zunftmeister Alfred Künzli zeigten den Besuchern unter dem Motto «Fischen ist mehr» die Fischerei als eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung in der Natur und als Ausgleich zum hektischen Alltag auf.

«Wir sind zum Informieren hier», sagte Künzli. Dass der Lachs als Schwerpunkt am Schweizerischen Tag der Fischerei herbeigezogen worden ist, hat mit seiner Popularität zu tun. «Der Lachs ist das Aushängeschild.» Der Rheinlachs ist vor 60 Jahren ausgestorben, und mit ihm sind auch andere, weniger bekannte Fischarten verschwunden – eine Folge von Wasserverunreinigungen und Kraftwerkbauten.

Es gibt noch viel zu tun

Zumindest die Wasserqualität sei besser geworden. Alfred Künzli: «Wir haben noch nie so sauberes Rheinwasser gehabt wie jetzt». Aber: Es gibt noch viel zu tun, um Lachs & Co. ein gutes Leben im Rhein zu ermöglichen. Bis ins Jahr 2020 sollen zum Beispiel alle Kraftwerke am Rhein mit Fischtreppen ausgestattet sein. Denn noch können die Rheinlachse nicht ohne menschliche Hilfe und Besatz auskommen.

Der Haken ist: Nicht alle Anreinerstaaten ziehen mit. Frankreich und die Niederlande tun sich schwer, an den Kraftwerken Fischtreppen durchzusetzen. Immerhin: In zahlreichen Nebenflüssen von Nieder-, Mittel- und Oberrhein vermehren sich Lachse wieder natürlich. Bis Ende 2012 waren bereits mehr als 6900 erwachsene Lachse nachweislich in den Rhein und seine Nebenflüsse aufgestiegen, um abzulaichen. Zu dem Erfolg trägt unter anderem das Beispiel «Möhlinbach» bei. Dort wurden 2010 rund 4000 Junglachse ausgesetzt. Ein Jahr nach ihrer Aussetzung, erklärte Alfred Künzli, werden die Lachse abgefischt und mit Chips versehen. Bevor sie in den Rhein schwimmen, werden sie an einer Zählstelle registriert.

Die Fischerzunft der Stadt Laufenburg ist zurzeit Pächterin der Aargauischen Fischenzreviere 6 und 7 nach der Schonstrecke des Kraftwerkes Laufenburg bis zur Einmündung der Aare (Twereten) über eine Länge von 19 Kilometer. In vielen Gewässern sind die natürliche Fortpflanzung und das Aufkommen von Jungfischen nicht mehr möglich oder zumindest stark eingeschränkt. Deshalb bilden Hegemassnahmen einen wichtigen Teil in der Arbeit der Fischer. Und der Fischerei-Nachwuchs? «Es gibt in der Schweiz einen Trend, dass Jugendliche wieder vermehrt ans Wasser gehen», so Alfred Künzli, «aber das ist noch nicht bis zu uns durchgedrungen».