Jetzt ist es definitiv: Der Kantonspolizei-Posten in Laufenburg wird «im ersten Quartal 2018» aufgehoben. Dies hat der Regierungsrat im Rahmen der Reorganisation der Kantonspolizei entschieden; insgesamt werden von den 17 bestehenden KapoPosten deren acht geschlossen. Im Gegenzug wird die mobile Präsenz erhöht. Es gebe deshalb durch die Postenschliessungen keinen Abbau bei der Sicherheit, betont der Regierungsrat.

Für das Fricktal bedeutet das: Es verbleiben zwei Kapo-Posten, einer in Rheinfelden und einer in Frick; letzterer wird nach der Schliessung von Laufenburg personell verstärkt. Eine Ein-Posten-Strategie fährt auch die Regionalpolizei oberes Fricktal: Der Posten ist im selben Gebäude wie jener der Kantonspolizei untergebracht, derzeit im früheren Bankgebäude vis-à-vis der Migros, künftig im alten Gemeindehaus von Frick. Die Regionalpolizei unteres Fricktal dagegen betreibt neben dem Hauptposten in Rheinfelden noch zwei Aussenposten, einen in Möhlin und einen in Stein.

Keine Freude in Laufenburg

Der Schliessungsentscheid des Kapo-Postens in Laufenburg war seit einigen Monaten absehbar. Erfreut ist man darüber in Laufenburg nicht. «Wir haben versucht, den Posten zu retten», sagt Stadtammann Herbert Weiss. Insbesondere zwei Argumente führte die Exekutive ins Feld: die Grenznähe und das Bezirksgefängnis. Dass die Regierung inzwischen entschieden hat, das Bezirksgefängnis per Mitte 2017 aufzuheben, stärkte die Position von Laufenburg nicht unbedingt.

Man werde nun genau hinschauen, ob und wie sich die Schliessung auf das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung auswirke, sagt Weiss. Vor allem werde man ein Auge darauf haben, ob es – wie von der Regierung versprochen – nicht zu einem Leistungsabbau komme, so Weiss. Falls doch, «werden wir intervenieren».

Auch Weiss ist sich bewusst: Der Posten allein ist nicht das Matchentscheidende; wichtig ist, dass die Polizei vor Ort präsent ist. Das Beispiel der Repol zeigt, dass die Versorgung mit nur einem Posten bestens funktionieren kann. Die Repol mache «einen sehr guten Job», attestiert ihr Weiss. «Die Kantonspolizei muss erst noch beweisen, dass die Postenzusammenlegung nicht zu einem Leistungsabbau führt.»

Zwei Posten in Grenznähe schliessen

Ein Fragezeichen setzen Herbert Weiss und Peter Weber, Gemeindepräsident von Mettauertal, hinter den Entscheid, mit Laufenburg und wohl auch Bad Zurzach gleich zwei Posten entlang der Landesgrenze aufzuheben. Zwar betont auch Weber, dass die Bürozeit nicht jene ist, in der ein Polizist Wirkung erzielt, doch «ob es wirklich sinnvoll ist, gleich beide Posten aufzuheben, muss sich erst noch weisen». Die Nähe eines Postens erweist sich gerade bei Delikten, die von Grenzgängern oder besser: Grenzverbrechern verübt werden, als Vorteil.

Herbert Weiss beruhigt da etwas, dass die Grenzwacht in letzter Zeit sehr aktiv ist «und ein Gefühl von Sicherheit vermittelt». Dieses Gefühl hat Weber auch für sein Mettauertal. Zum einen, weil er sich von der Regionalpolizei gut betreut fühlt. Zum anderen «weil wir mehrere Polizisten haben, die im Dorf leben». So sei ein schnelles Eingreifen garantiert.

Auch Daniel Suter, Gemeindeammann von Frick und Präsident des Führungsausschusses der Regionalpolizei, glaubt nicht, dass sich die Schliessung des Kapo-Postens in Laufenburg negativ auf die Polizeipräsenz auswirkt. Wie Weber sagt er: «Polizisten erhöhen dann die Sicherheit, wenn sie draussen unterwegs sind und nicht, wenn sie im Büro sitzen.»

Genau im Auge wird er dagegen behalten, ob die Schliessung des Kapo-Postens in Laufenburg zu einer Aufgaben- und Lastenverschiebung auf die Regionalpolizei führt. «Falls dem so ist, werden wir in Aarau intervenieren.»