Hornussen
Der Kampf für den Erhalt des Schiesswesens

Mit einem Appell ging die 65. Delegiertenversammlung des Bezirksschützenverbands Laufenburg in der Turnhalle Hornussen über die Bühne: Präsident René Herrmann rief dazu auf, für den Erhalt des Schiesswesens zu kämpfen.

Hans Christof Wagner
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Präsident René Herrmann (links) zeichnete Walter Hofmann von der Feldschützengesellschaft Kaisten aus, Beatrix Grütter von den Feldschützen Hornussen und Paolo Cafaro, Feldschützenverein Frick. – Foto: hcw

Präsident René Herrmann (links) zeichnete Walter Hofmann von der Feldschützengesellschaft Kaisten aus, Beatrix Grütter von den Feldschützen Hornussen und Paolo Cafaro, Feldschützenverein Frick. – Foto: hcw

«Die zusätzlich vorgenommenen Einschränkungen und die Verunsicherungen der Schützen belasten uns stark», sagte Präsident Herrmann. Der Bund lege den Vereinen immer mehr Steine in den Weg. Zu viele Leihwaffen seien schon in den Zeughäusern abgegeben worden von Schützen, welche «die negative Propaganda von Bund und Presse» nicht länger ertrügen.

Von 1600 Wehrmännern im Kanton Aargau hätten im Jahr 2012 nach Dienstpflichtende lediglich 160 die Waffe behalten. Das ist Herrmann zufolge kein guter Trend für das Schiesswesen. «Auch der jüngste Vorfall des Luzerner Amokschützen trägt nicht zum Vorteil der Schiessvereine und ihrer Waffen bei», sagte Herrmann. Verbrechen mit Schusswaffen seien aber nie gänzlich auszuschliessen. Und wer sich eine illegale Waffe beschaffen wolle, erreiche das in aller Regel auch.

Claudia Balz, Gemeindeammann von Hornussen, würdigte die Arbeit der Feldschützen für die Gemeinde. Sie engagierten sich stark fürs Gemeinwohl und könnten mit Stolz in diesem Jahr das 125-jährige Bestehen feiern. Umgekehrt trage auch die Gemeinde dazu bei, dass es dem Verein gut geht: «Wir investieren laufend in die Schiessanlage», sagte sie.

Der Vorstand des Bezirksschützenverbands Laufenburg ist weitgehend der alte: 10 Vorstandsmitglieder traten wieder für weitere 3 Jahre an. Die Delegierten wählten sie einstimmig. Lediglich Kassierin Manuela Schmid hörte auf. Präsident Herrmann dankte ihr für 5 Jahre Einsatz. Zu ihrem Nachfolger bestimmte die Versammlung einstimmig Markus Liebi, der noch zur Kantonsschule geht. Aber Manuela Schmid stellte noch die Rechnung 2012 vor. Danach hat der Bezirksschützenverband Laufenburg mit einem Plus von 289 Franken abgeschlossen. Im Budget 2013 ist ein Überschuss von 150 Franken veranschlagt. Beides fand Zustimmung. Auch die Erhöhung des Sektionsbeitrages von 40 auf 60 Franken pro Jahr ging durch. «Das wird die kommenden Jahre sicher Bestand haben», hielt der Präsident fest.

An der von der Blaskapelle Argovia Musikanten aus Hornussen musikalisch begleiteten Delegiertenversammlung der Schützen wurde auch der 11 im vorigen Jahr verstorbenen Kameraden gedacht.

Als Gastrednerin sprach Anneliese Seiler, Direktorin des Gesundheitszentrums Fricktal, an der Tagung des Bezirksschützenverbandes Laufenburg. Sie sagte in der Vorstellung ihrer Einrichtung, dass es 10 Jahre gedauert habe, bis aus den Belegschaften von Laufenburg und Rheinfelden ein Team geworden sei. «Unser Ziel ist es, eine gute und solide Grundversorgung, die auf Qualität setzt, zu erreichen», teilte sie mit. Entgegen der landläufigen Meinung wolle das Gesundheitszentrum Fricktal den Standort Laufenburg nicht aufgeben, sondern im Gegenteil stärken und ausbauen. Die Direktorin nannte die Renovation des dortigen Pflegeheims, die bis Mitte 2013 andauere.

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