Rheinfelden
Der Kampf für das BZF geht weiter: Die Online-Petition wurde verlängert

Die Frist der Online-Petition für das Berufsbildungszentrum (BZF) wurde verlängert. Rolf Schmid ist gegen die Schliessung oder Verkleinerung und sammelt weiterhin Unterschriften.

Nadine Böni
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Rolf Schmid sammelt weiter Unterschriften für das BZF.

Rolf Schmid sammelt weiter Unterschriften für das BZF.

«Das Ziel bleibt das gleiche und ich werde dieses auch ganz bestimmt erreichen.» Rolf Schmid (23) ist zuversichtlich. Seit genau einem Monat sammelt er im Internet Unterschriften für das Berufsbildungszentrum Fricktal in Rheinfelden (BZF). Gegen eine Schliessung oder Verkleinerung der Schule wehren sich zahlreiche Fricktaler. 902 Unterschriften hat Schmid mit seiner Petition gesammelt (Stand: Mittwoch, 15 Uhr).

Zur Erinnerung: Die Aargauer Regierung möchte die kantonale Berufsschullandschaft umgestalten. Nur bei einer von drei vorgeschlagenen Varianten bestünde das BZF weiterhin eigenständig. Das Geschäft befindet sich derzeit in der Vernehmlassung.

Sammeln auf der Strasse

Die Frist für die Petition wäre eigentlich gestern abgelaufen, hat sich nun aber um 30 Tage verlängert. «Das passiert automatisch, wenn die angestrebte Anzahl Unterschriften noch nicht erreicht ist», erklärt Schmid. Dem jungen Mettauertaler spielt die Verlängerung in die Karten: «Da die Übergabe ohnehin erst Anfang Mai geplant ist, schadet ein wenig mehr Zeit sicherlich nicht.»

1000 Unterschriften hat er sich als Ziel gesetzt. Um diese Anzahl zu erreichen, hat Schmid noch einige Aktionen angedacht. «Nach den Frühlingsferien ist eine Sammelaktion beim BZF in Rheinfelden geplant», sagt er. Denkbar sei auch, dass er auf Fricktaler Strassen bei Passanten für die Petition wirbt.

«Das Format der Online-Petition ist noch für viele Menschen ein neues Instrument», sagt Schmid. Viele wüssten nicht, dass das Unterschreiben ohne besondere Registrierung und auch für Personen mit Migrationshintergrund und Jugendliche in Ausbildung möglich sei. «Das Resümee dieser Beobachtungen zeigt, dass es noch viele Unterschriften zu holen gäbe», so Schmid. «Hier ist die neue Frist sicher auch nochmals ein Vorteil.»

Das Echo, dieses Zwischenfazit zieht Schmid, nach den ersten vier Wochen sei überwältigend. «Ich erhalte massenhaft und durchweg positive Rückmeldungen und Dank für mein Engagement.» Auch die Gemeindeverwaltungen würden tatkräftig mithelfen und ausgefüllte Unterschriftenbögen zurücksenden. «Der Erfolg ist bislang grossartig und zufriedenstellend. Das Thema scheint vielen Leuten unter den Nägeln zu brennen.»

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