Verschiedene Bauprojekte haben Kaisten im vergangenen Jahr beschäftigt. Das zeigt sich auch in der in diesen Tagen erschienenen Dorfchronik, dem «Kaister Rückspiegel». Thema ist unter anderem der Umbau der Mehrzweckhalle. Auf der Titelseite ist ausserdem ein Foto vom Spatenstich für den neuen Kindergarten beim Schulhaus abgebildet. Am 12. September packten die Kindergärtler hier gleich selber an.

Aber auch private Investoren haben Projekte angestossen und realisiert. So wurde etwa die Liegenschaft Rohner im Oberdorf, ein altes Bauernhaus, abgebrochen. An seiner Stelle entsteht ein Sechsfamilienhaus. Und obwohl die Dorfchronik hauptsächlich einen Blick zurück gewährt, so wagt sie auch eine Prognose für die Zukunft: Bauprojekte werden Kaisten auch in diesem Jahr beschäftigen. Stichwort Mitteldorf. Das Dorfzentrum soll aufgewertet werden.

Geschichte der Post-Transporte

Neben der Gelegenheit, das Jahr Revue passieren zu lassen, bietet der «Rückspiegel» dieses Jahr auch Einblicke in das Leben des ältesten Dorfbewohners. Karl Müller, Kaistern bekannt als «s Gmeirots Müllers Karl», erzählt von seiner Kindheit Anfang des 20. Jahrhunderts und seiner Karriere und Familie. 

Noch weiter zurück geht der Blick des «Rückspiegels» im Kapitel «Von der Kutsche zum Postauto». 1893 erhielt Ittenthal sein erstes Postbüro. Die Beförderung erfolgte damals noch mit einer Pferdepost. Der Bildbericht zeigt auf, wie sich die Postauto-Transporte zwischen Ittenthal und Kaisten und später bis nach Laufenburg entwickelten.

Der «Kaister Rückspiegel» ist ab dem 10. April auf der Gemeindekanzlei, im Volg, bei Blumen Merkofer und im Laden Ittenthal für 25 Franken erhältlich.