Frick

Der Jodlerklub Frick startete mit Jodlerobe ins Jubiläumsjahr

Mit vielen Freunden feiert der Jodlerklub Frick in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Den Auftakt machte der Jodlerobe unter dem Motto «Jung sy». Dabei wurden auch die «Geburtshelfer» des Klubs auf eine berührende Art und Weise geehrt.

«Auch wenn das Durchschnittsalter unserer Mitglieder eher etwas höher ist» meinte Präsident Anton Mösch bei der Begrüssung lachend, «was einzig und allein zählt ist das Jungsein im Herzen und in der Seele.» Mit dem Jodlerklub Frick zusammen auf der Bühne war natürlich auch der Nachwuchs des Klubs, das 2012 gegründete Chinderjodlerchörli unter der Leitung von Matthias Hunziker. Als Gäste bereicherten die Damen des Heimatchörli Luzern und die Husmusig Effige das abendliche Programm. Solistisch glänzte die Solojodlerin Eva Mettler, die Schwyzerörgelifrönde Rast-Wiss spielten stimmungsvoll in den Pausen auf.

Eine 8-Jährige begeistert

Munter und fröhlich nahm das Chinderchörli die Gäste zu Beginn bei hellem Mondschein mit hoch hinauf in die Schweizer Berge, hingebungsvoll sangen sie das Lied vom Müsli, das tragischerweise in der Mausefalle endete. Die 8-jährige Fabienne begeisterte beim «Guggezytli» solistisch am Hackbrett, ausgelassen hüpften dazu die Kleinsten. Ein Ohrenschmaus war der mehrstimmige Gesang des Jodlerklubs Frick, mal andachtsvoll und wehmütig bei den Erinnerungen an die Jugendzeit, mal flott, immer aber herrlich kraftvoll klar. Wunderbar der Kontrast der dunklen Bässe zum hellen Gesang der Jodlerinnen. Solistisch gab Dirigent Matthias Hunziker auf dem Alphorn ein Stelldichein. Die sechs «Ledige Bube» des Fricker Jodlerklubs befanden augenzwinkernd, dass es nun endlich losgehen sollte mit dem Anlocken der schönen Meitli. Solosängerin Eva Mettler, seit zwei Jahren wichtige Stütze des Jodlerklubs, wanderte frohgemut und zufrieden mit den Gästen über Stock und Stein. Begleitet wurde sie dabei am Akkordeon von Doris Erdin.

Stets zu Scherzen bereit

Stets zu kleinen Scherzen bereit waren die Damen des Heimatchörli Luzern – ob nun beim Heimatchörli-Blues oder beim grandios dargebotenen Lied «Überem Näbel». Mit viel Pfiff präsentierten sich die fünf Musikanten der Husmusig Effige, drei von ihnen singen auch im Chinderjodlerchörli mit. Sehr erfolgreich waren die Jugendlichen schon bei ihrem Auftritt in der Fernsehsendung «Potzmusig».

Zusammen mit den Besuchern im Saal liessen die drei Chöre etwas nachdenklich die Gedanken in die Ferne schweifen. Berührend und sehr emotional war die Ehrung der beiden Gründungsmitglieder des Jodlerklubs Frick, Sepp Mösch, 93 Jahre, und Adolf Binggeli, 95 Jahre. «Ihr seid die Geburtshelfer unseres Klubs» unterstrich Präsident Anton Mösch. «Wir sind euch zu grossem Dank verpflichtet.» Bevor Josef Mösch 1953 wieder nach Frick zurückkehrte, hatte er seine Jodlerkarriere schon im bernischen Worb gestartet. Ein Herzensanliegen war es ihm deshalb, dieses Hobby auch in Frick fortsetzen zu können. So ergriff er mit Gleichgesinnten erfolgreich die Initiative.

Noch heute ist er aktiv dabei, befindet optimistisch und zukunftsfroh, erst mit 100 Jahren aufhören zu wollen. Seine Freude am Jodeln gab er an seine beiden Kinder weiter. Adolf Binggeli war ebenfalls 50 Jahre dabei, nun geniesst er eher passiv das Örgeli-Spiel seiner Kinder und den Gesang seiner aktiven Vereinskameraden.

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