Wittnau

Der Heimsieg wird in der ­Chronik noch einmal zelebriert

Am Tag nach dem Festsieg packte David Schmid (r.) zusammen mit OK-Präsident Werner Müller bei Abbau mit an.

Am Tag nach dem Festsieg packte David Schmid (r.) zusammen mit OK-Präsident Werner Müller bei Abbau mit an.

Das «Adlerauge» blickt zurück auf das Wittnauer Dorfgeschehen.

Vom 2. bis 4.August 2019 ging in der Fricktaler ­Gemeinde das Nordwestschweizerische Schwingfest über die Bühne. 800 Helfer und 131 Schwinger standen im Einsatz, mehr als 4000 Schwingfans besuchten den Anlass, tranken 7680 Liter Mineral und 7180 Liter Bier und verspeisten 4570 Würste – und so ist klar, dass das Schwingfest in der Dorfchronik «Adlerauge», die soeben erschienen ist, einen wichtigen Platz einnimmt.

Man sei sich im Dorf ziemlich einig, dass es einen solchen Anlass in Wittnau noch nie gegeben habe, heisst es im Editorial der Chronik. Im Schatten des Schwingefests «verblasst wohl auch jedes bisher durchgeführtes Dorffest». Die Krone setzte dem «Fest der Superlative» der Festsieg von Lokalmatador David Schmid auf – bildlich festgehalten auch auf dem Titelbild der Dorfchronik.

Website für die Wittnauer Lokalgeschichte

Neben dem sportlichen Grossanlass im Dorf blickt die elfköpfige Arbeitsgruppe «Adlerauge» auf 64 Seiten aber auch auf weitere sportliche, schulische oder kirchliche Anlässe zurück, stellt Angebote für Kinder im Vorschulalter vor oder erzählt die Geschichte eines Paares, das die Eiserene Hochzeit feiern durfte – und sie wirft ein Schlaglicht auf die Website www.wittnau-einst.ch.

In einem Beitrag erzählt Christoph Benz, der auch der «Adlerauge»-Redaktion angehört, wie er vor zehn Jahren im Rahmen einer Weiterbildung für Lehrkräfte mit der Website zur Wittnauer Lokalgeschichte begonnen hat. Entstanden ist seither eine Ansammlung von einzelnen Mosaiksteinchen, «die nicht immer zusammenhängende Bilder ergaben», wie Benz selber schreibt. Und dennoch geben die authentischen Texte, Bilder oder Tondokumente einen Einblick in das Dorf Wittnau im Wandel der Zeit.

In einem weiteren Beitrag in der Dorfchronik beweist Christoph Benz auch gleich sein historisches Wissen und präsentiert ein Berein, also ein Güterverzeichnis aus Wittnau aus dem Jahr 1660. Dabei geht Benz einerseits auf die Funktion eines solchen Verzeichnisses ein, ­verweist dann aber auch auf Details, die noch heute von Interesse sind. So begegnet man im Berein den Namen alteingesessener Wittnauer Familien – «wenn auch in anderer Schreibweise als heute», wie Benz ­anmerkt. Auch einzelne Flur­namen sind heute noch zu lokalisieren.

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