Rheinfelden
Der grösste Fricktaler Ort in Zahlen: Stadt der 27 Brunnen und 1249 Laternen

Rheinfelden ist mit 13369 Einwohnern der grösste Ort im Fricktal. Die Stadt bietet jede Menge spannender Zahlen.

Thomas Wehrli
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Rheinfelden in Zahlen
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592... ...Hunde sind in Rheinfelden registriert. Die Zahl der bewilligungspflichtigen Tiere, wie Kampfhunde und Wildtiere, liegt bei 0.
8,85... Kilometer lang schlängelt sich der Rhein auf Stadtgebiet.
27... ...Brunnen plätschern auf Stadtgebiet. Derweil ragen sechs Stadt- und drei Kirchtürme in die Höhe.

Rheinfelden in Zahlen

Leuzinger, Böni, Thinkstock, zvg

Die az vermisst das Fricktal. Nein, keine Angst, wir sind nicht unermüdlich bei Tag und Nacht mit dem Meterband im Fricktal unterwegs und wir schätzen die Grössen der Kommunen auch nicht über den Daumen ab. Die «Daumen mal Pi»-Methode überlassen wir getrost anderen.

In Zusammenarbeit mit den Gemeindekanzleien zeichnen wir vielmehr von ausgewählten Gemeinden «das andere Gemeindeporträt», nämlich eines in Zahlen. Fakten, Fakten, Fakten, pflegte der langjährige Chefredakteur des deutschen Nachrichtenmagazins «Focus» in die Runde zu rufen, wir rufen zurück: Zahlen, Zahlen, Zahlen.

Den Anfang der «Sag mir deine Zahlen und ich sag dir, wer du bist»-Serie, die wir in loser Folge publizieren, macht heute Rheinfelden, das Zähringerstädtchen mit seinen vier Pärken, neun Türmen, 27 Brunnen und 1249 Strassenlaternen.

13 369 Personen leben im grössten Fricktaler Städtchen, wobei eigentlich nur 1147 im eigentlichen Altstädtchen leben; der Rest verteilt sich auf das Um-das-Städtchen-herum-Land. Allein 2315 Personen leben im Augarten, jener «Satellitenstadt» im Westen von Rheinfelden, die zwischen 1971 und 1976 entstand und ein Zeitzeuge der boomartigen Industriegeschichte der Stadt ist. Eine der treibenden Kräfte hinter der Siedlung war Ciba-Geigy, weil sie für ihre Arbeiter bezahlbaren Wohnraum wollte. 1050 Wohneinheiten hat der Augarten. Sie sind auf sechs Hochhäuser, 55 Mehrfamilienhäuser und 170 Einfamilienhäuser verteilt.

Die Pharmaindustrie spielt bis heute in und vor allem auch um Rheinfelden eine zentrale Rolle. In der Stadt selber ist der Grossteil der 7587 Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor (6224) angesiedelt. 915 Gewerbebetriebe stellen sicher, dass den Rheinfeldern nichts fehlt. Oder zumindest fast nichts.

Auch Kleinvieh macht Mist

Marginal dagegen ist die Zahl der Arbeitsplätze im primären Bereich, also in der Land- und Forstwirtschaft. Gerade mal 18 Beschäftigte zählt diese Branche. Dies verwundert nicht weiter, liegen doch gerade mal vier Bauernhöfe auf Stadtgebiet.

Die Höfe halten zusammen 90 Grossvieheinheiten, was aber nicht heisst, dass es in Rheinfelden nicht doch tierisch zu und her geht: Bei der Stadt sind 592 Hunde registriert.

Wer auf den Hund gekommen ist, also sich körperlich ertüchtigen möchte, kann in einem der vier Pärke auf 63 625 Quadratmetern unablässig seine Runden oder Vierecke drehen, den Rheinfelder Rheinabschnitt von 8,85 Kilometer hinauf- und hinunterjoggen, im 804 Hektar grossen Stadtwald um Orientierung suchen oder sich in einem der 29 Sportvereine austoben. Wer dagegen sagt: «Sport ist Mord», findet garantiert in einem der 87 weiteren Vereine seine Wohlfühlzone. In 18 davon ist Musik Trumpf.

Die Herzdamen übertrumpfen in Rheinfelden auch knapp die Schaufelbuben: Die Frauen stellten mit 50,3 Prozent eine hauchdünne Mehrheit. Allen, die den Frühling spüren und eine Herzdame und einen Herzbuben suchen, sei gesagt: 5512 Rheinfelder sind ledig. Bevor nun aber alle Amor-Pfeil-bewaffneten Turteltäubchenjäger das Städtchen unsicher machen, sei schnell noch angefügt: In dieser Statistik sind Kinder und Jugendliche miteingerechnet; unter 20 sind 2522 Rheinfelder.

Wie bewegen sich die 13 369 Rheinfelder? Gerne zu Fuss, mit dem Velo, mit dem Zug. Echt städtisch eben. Aber auch, ganz klar, im eigenen motorisierten Untersatz: 6429 Autos gibt es in der Stadt. Sie fahren – und stehen. Im Stau, an einer der drei Knoten-Lichtsignalanlagen, auf einem der neun öffentlichen Parkplätzen. Und manchmal stehen sie auch, weil sie zu dicht aufgefahren sind. Im letzten Jahr ereigneten sich auf Stadtgebiet 33 Unfälle, 20 weitere auf dem Rheinfelder Autobahnabschnitt.

Ob da ein Stossgebet hilft, mag die az nicht beurteilen. Wir wissen aber: Wenn, dann stossen 3550 Rheinfelder ihr Gebet «römisch-katholisch» gegen den Himmel, 2809 tun es auf evangelisch und 208 in christkatholischer Manier. In diesem Sinne: Amen.