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Der grosse Vierbeiner-Report: Ein Hund namens Luna

Im Fricktal leben aktuell 5592 Hunde. Dies zeigt eine Auswertung der AZ. Am beliebtesten sind Labradore, am häufigsten heissen Hunde Luna.

Mit einem Hund namens Beethoven kann das Fricktal zwar nicht aufwarten, dafür aber mit über 5500 Partnern mit der kalten Schnauze: Anfang April lebten in den Bezirken Rheinfelden und Laufenburg insgesamt 5592 Hunde. Dies zeigt eine Auswertung, welche die Tierdatenbank Amicus für die AZ vorgenommen hat. Damit kommen im Fricktal 6,96 Hunde auf 100 Einwohner.

Die höchste Hundedichte pro Einwohner hat dabei Olsberg mit 23,18 Hunden pro 100 Einwohner. Dies liegt auch daran, dass im Dorf eine Hundezucht heimisch ist. Auf die Ränge verweist die Hunde-Hochburg die Gemeinden Schwaderloch (15,16) und Zeihen (11,79). Den kleinsten Hundeanteil hat Rheinfelden mit 4,46 Hunden pro 100 Einwohner, gefolgt von Stein (4,58) und Frick (4,61). Generell ist die Hundedichte in den ländlichen Gemeinden in den Seitentälern grösser als in den (Zentrums-)Gemeinden entlang den Hauptverkehrsachsen. Hund und Natur – das passt zusammen.

In absoluten Zahlen trifft man in Möhlin die meisten Hunde an; Anfang April lebten hier 675 Fifis und Bellos, gefolgt von Rheinfelden (604), Kaiseraugst (312), Laufenburg (273) und Magden (271). Am wenigsten einheimischen Hunden begegnet man in Schupfart (59), Wölflinswil (62) und Oberhof (71).

Die Wahrscheinlichkeit allerdings, jemanden Bello rufen zu hören, ist im Fricktal relativ klein. Nur gerade zwei Hunde hören auf diesen Namen (oder sollten es). Bei Bella, dem weiblichen Pendant, kommen dann schon 26 wedelnd (hoffentlich!) herbeigelaufen.
Der Name Bella liegt damit auf Rang 6 der aktuellen Fricktaler Hundenamen-Hitliste. Am häufigsten hört man im Fricktal einen Hundebesitzer Luna, in manchen Fällen wohl: Luuuuunaaaa!! rufen, heissen doch 60 Fricktaler Hunde so. Auf Platz zwei folgt Kira mit 44 Namensvetterinnen, auf Platz 3 Rocky; ihn gibt es 34 Mal im Fricktal. Ebenfalls häufig sind Amy (31), Lucky (27), Mia (26), Gina (23), Max (23, inklusive Mäxli) und Nero (21). Ob es darunter auch weisse Neros oder muskelbepackte Chihuaha-Rockys gibt, entzieht sich der Statistik.

Insgesamt sind mehrere hundert verschiedene Namen in Gebrauch. Beim Teutates, kann man da nur sagen, gerade bei jenen drei Hunden, die auf den Namen Idefix hören. Bisweilen glaubt man in den Namen auch die (musikalischen) Vorlieben der Halter zu spüren, etwa dann, wenn als Hundename «Tina Turner» in der Tierdatenbank eingetragen ist. Manche haben bei der Namenswahl vielleicht auf ihren Hund gehört (Wuffi) oder sich von der Fantasie beflügeln lassen. Ein Namensfavorit der Redaktion ist «Annuk von den farbigen Pfötchen», ein zweiter «Aimée des boucles du beau coin des boucles du beau». Natürlich fehlen im Fricktal auch die adligen Vierbeiner nicht, wobei das «von und zu» oft die Herkunft umschreibt.

Labrador liegt vorne

Was die Rasse betrifft, ist der Labrador der Star unter den Vierbeinern. 250 Labradore leben aktuell im Fricktal. Ihm dicht auf den Fersen ist der Chihuahua; von den kleinen Rackern, die einen automatisch an DJ Bobo – also an seinen Song – erinnern, schnuffeln derzeit 249 Vertreter durch das Fricktal. Hoch im Kurs stehen daneben der Jack Russel Terrier (144), die Französische Bulldogge (115), der Deutsche Schäferhund (113), der Golden Retriever (107), der Yorkshire Terrier (107), der Bolonka Zwetna (92), der Berner Sennenhund (82) und der Border Collie (76). Letzterer ist nicht zu verwechseln mit FernsehSerien-Star Lassie; der Collie rangiert mit 33 Artgenossen im vorderen Mittelfeld. «Aus!», mag nun der eine oder andere Hündeler dazwischenrufen, da fehlt doch die wichtigste Abstammung.

Dem ist so, denn mit Abstand die grösste Population im Fricktal stellen die Mischlinge, also die «mehrrassigen» Hunde. In der Statistik werden sie unterschieden in normalgross, klein, mittel, gross und riesig – wobei die Begegnung mit Letzteren, in Kombination mit einem tiefen Bass-Knurren, durchaus das Potenzial hat, ein riesig-mulmiges Gefühl in der Magengegend auszulösen. Zusammen ergeben die Mischlinge die riesige Zahl von über 1500 Hunden. Mit anderen Worten: Fast jeder vierte Hund im Fricktal ist ein Mischling. Daneben gibt es aber auch ganz besondere Rassen, den Germanischen Bärenhund etwa oder den Harlekin Pudel.
Hachiko heisst aktuell zwar nur ein Hund im Fricktal, doch würden wohl alle Hundebesitzer den Zusatz zum gleichnamigen Filmtitel unterschreiben: «Eine wunderbare Freundschaft.»

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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