Rheinfelden
Der grenzüberschreitende Stadtbus ist ebenso eine Rarität wie eine Erfolgsstory

270000 Passagiere nutzten den grenzüberschreitenden Bus im vergangenen Jahr. Bei den Betreibern der Südbaden Bus AG (SBG) wie auch bei den Stadtverwaltungen ist man zufrieden.

Peter Rombach
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Der Stadtbus überquert die alte Rheinbrücke in Richtung Schweiz, im Hintergrund die Altstadt. ach

Der Stadtbus überquert die alte Rheinbrücke in Richtung Schweiz, im Hintergrund die Altstadt. ach

Betreiberin der grenzüberschreitenden Rheinfelder Linie mit den teilweise bunt bemalten Kleinbussen ist die Südbaden Bus AG, kurz SBG genannt. Zweifellos ein Unikum in der Region, dass sie auch die Schweiz bedient. Das gibt es nur noch im umgekehrten Sinne bei den Basler Verkehrsbetrieben, die seit wenigen Jahren mit ihren grünen Bussen auch die deutsche Grenzgemeinde Grenzach-Wyhlen bedienen und so die Verbindung zu zentralen Punkten der Metropole im Dreiländereck herstellen.

Bei der SBG ist man jedenfalls erfreut über die ständig steigende Akzeptanz der Rheinfelder Stadtbuslinie. Sie schafft gute Verbindungen vom Bahnhof SBB und den östlichen Quartieren der Zähringerstadt. Und wer zum Spazierengehen oder Shopping ins badische Rheinfelden möchte, findet bequeme Zusteigemöglichkeiten, zumal auch die Haltestellen am Albrechtsplatz oder beim alten Zoll am Rande der Altstadt sehr beliebt sind.

Passagierzahlen steigen

Im vergangenen Jahr nutzten rund 270 000 Passagiere beidseits des Rheins den Bus. Exakte Zahlen für die beiden Stadtverwaltungen, welche die Linie jährlich bezuschussen, kann Betriebsleiter Uwe Mühl erst im April vorlegen. So viel ist aber jetzt schon bekannt: Allein auf Schweizer Seite nutzten im vergangenen Jahr rund 133 000 Leute den Stadtbus.

Nach Einführung des Rundkurses, der nicht nur die beiden Bahnhöfe verbindet, sondern auch bei den Spitälern der Städte sowie am Kurzentrum einen Haltepunkt kennt, waren es 2007 total lediglich etwas mehr als 100 000 Passagiere und im Jahr 2010 schon 240 000 wie aus den Statistiken hervorgeht.

Für SBG wie Stadtverwaltungen also keine Frage, an der Linie festzuhalten, zumal nach der Schliessung der alten Rheinbrücke für den Individualverkehr nun eine attraktive Verknüpfung zwischen beiden Innenstadtzentren besteht. «Das ist ganz toll und nicht mehr wegzudenken», versichert Daniel Vulliamy, der im Rathaus der Zähringerstadt für das Stadtmarketing zuständig ist. «Die Linie wird sehr geschätzt, was die ständig steigenden Nutzerzahlen belegen.» Er räumt ein, dass anfangs Skepsis gegenüber dem Projekt geherrscht habe, doch nun gebe es nur positive Erkenntnisse, sogar mit Blick auf den Tourismus. «Wir freuen uns, dass es gut funktioniert, denn der Bus verkehrt zuverlässig.» Damit spielt Vulliamy auch auf Umsteigemöglichkeiten in den beiden Bahnhöfen an.

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