Seit Jahr und Tag beherbergt das ehemalige Schulhaus und später als Grundbuchamt genutzte Gebäude im Hinteren Wasen in Laufenburg nur noch eine Brockenstube, die Ludothek und den Mittagstisch. Das stattliche Haus muss saniert werden.

Mietinteressent: Gemeindeverband

Wiederholt gab es Ideen für die Nutzung des alten Grundbuchamts im Kontext zum ganzen Vorstadtgebiet und der mittelalterlichen Stadtmauer auf der gegenüberliegenden Seite.

Umgesetzt wurden bisher noch keine der Ideen. Doch nun scheinen die Pläne Hand und Fuss zu bekommen, denn der Gemeindeverband Bezirk Laufenburg hat Interesse als Mieter von Räumlichkeiten angemeldet.

Der Mehrzweckverband bietet im Auftrag der Verbandsgemeinden folgende Dienste an: Kindes- und Erwachsenenschutzdienst, Jugend- und Familienberatung, Logopädischer Dienst sowie Mütter- und Väterberatung.

Es könnten im alten Grundbuchamt die verschiedenen, jetzt im ganzen Stadtgebiet verteilt untergebrachten Dienste vereint werden. Es wird nun abgeklärt, ob im Rahmen der neuen Strafprozessordnung das Gesamtkonzept des Gemeindeverbandes die Nutzung von Synergien auf diese Art und Weise ermöglicht.

Entsprechende Informationen gab es am letzten Freitag an der Laufenburger Einwohner-Gemeindeversammlung seitens des Gemeinderats.

Der Bezug des alten Grundbuchamts durch die Dienste des Gemeindeverbands wäre im jetzigen Zustand des Gebäudes allerdings nicht möglich – die Liegenschaft muss zuerst saniert werden.

Es wurden, gestützt auf ein Projekt, das vor ein paar Jahren ausgearbeitet wurde, erste Ideen zur Sprache gebracht.

Wie die Aargauer Zeitung vom zuständigen Stadtrat Carlo Alfano in Erfahrung bringen konnte, gab es bereits auch einen Augenschein vor Ort mit den Verantwortlichen des Gemeindeverbands, der nach ersten Gesprächen bereit wäre, eine Raumfläche von ungefähr 500 Quadratmetern zu marktüblichen Preisen zu mieten.

Raumkonzept wird ausgearbeitet

Wie Stadtrat Alfano weiter ausführte, klärt jetzt eine Arbeitsgruppe den Raumbedarf ab. Es wird sich im Rahmen eines Raumkonzepts weisen, wie die Dienste des Gemeindeverbands im alten Grundbuchamt einzurichten wären.

«Auf jeden Fall wäre es überaus erfreulich, wenn der Gemeindeverband beziehungsweise dessen Dienste im Bezirkshauptort bleiben würden», hielt Carlo Alfano mit einem Blick in die Zukunft fest.

Gemäss seinen weiteren Ausführungen möchte der Gemeinderat einen Projektierungskredit für die Sanierung an der kommenden Budget-Gemeindeversammlung in November vorlegen.

Der Baukredit würde der Rechnungs-Gemeindeversammlung 2014 unterbreitet, und Anfang 2015 wäre bei Einhaltung dieses Zeitplans Baubeginn, sodass Ende 2015 mit dem Einzug der Dienste des Gemeindeverbands im alten Grundbuchamt zu rechnen wäre. (chr)